Ultraschall 2010: Chronische Darmerkrankungen rasch und schmerzfrei mit Ultraschall beurteilen

Über den Einsatz der Sonografie bei der Diagnostik von Darmerkrankungen diskutieren die Teilnehmer von „Ultraschall 2010“, dem 34. Dreiländertreffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin. Die Tagung findet vom 20. bis 23. Oktober 2010 im Congress Centrum Mainz statt.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind lebensbegleitende chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Ihre genaue Ursache ist bislang nicht bekannt. Beide beginnen vorzugsweise im jungen Erwachsenenalter und verlaufen in Schüben. Neben Durchfällen und Bauchschmerzen leiden die Patienten oft auch unter Fieber und vielfältigen anderweitigen Symptomen. Eine rasche Diagnose und Therapie trägt entscheidend dazu bei, die Beschwerden Betroffener zu lindern.

Im Verlauf unterscheiden sich die beiden Krankheiten: Bei Morbus Crohn erfasst die Entzündung abschnittsweise die Darmwand und greift mitunter auf den Bauchraum über. Colitis ulcerosa bleibt meist auf die Schleimhaut beschränkt, kann aber den gesamten Dickdarm befallen.

Vor allem bei Morbus Crohn hat die Ultraschalluntersuchung heute einen hohen Stellenwert für die Verlaufskontrolle. „Sonografisch werden die befallenen Darmsegmente deutlich sichtbar”, sagt Professor Christoph F. Dietrich, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2 am Caritaskrankenhaus Bad Mergentheim. Aber auch Veränderungen in der Umgebung des Darms ließen sich gut darstellen. Dazu gehören beim Morbus Crohn Fistelgänge, Abszesse und Vergrößerungen der Lymphknoten.

„Die Untersuchung ergänzt eine Darmspiegelung, mit der die Schleimhautschäden nur oberflächlich eingesehen werden können. Ultraschall zeigt dagegen, ob die Entzündung auch tiefere Schichten der Darmwand erfasst hat“, so Dietrich. Jeder Krankheitsschub bringt neue Schäden im Darm mit sich. „Doch da die Sonografie den Patienten nicht unnötig belastet, können wir die Untersuchung jederzeit wiederholen”, sagt der Experte. Sie erreicht dabei heute die Treffsicherheit sehr viel aufwändigerer Verfahren wie etwa der Kernspintomografie

Neueste Erkenntnisse und Besonderheiten des medizinischen Ultraschalls bei Darmerkrankungen ist eines der Themen, das Ärzte bei „Ultraschall 2010” vom 20. bis 23. Oktober 2010 im Congress Centrum Mainz erörtern. Umfassende Kongressinformationen sowie Fortbildungsbeiträge und Expertenpodcasts zu den Themen des 34. Dreiländertreffens sind unter www.ultraschall2010.de abrufbar.

Terminhinweis:
Kongress-Pressekonferenz
21. Oktober 2010, 11.00 bis 12.00 Uhr,
Congress Centrum Mainz, Dijonsaal, Rheinstraße 66, 55116 Mainz
Themen und Referenten:
34. Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM – Daten, Fakten und Highlights
Professor Dr. med. Eberhard Merz
Kongresspräsident und Vize-Präsident der DEGUM, Direktor der Frauenklinik Krankenhaus Nordwest, Frankfurt am Main
Ultraschall in der Geburtshilfe – Fortschritte der Fehlbildungsdiagnostik im ersten Drittel der Schwangerschaft

Professor Dr. med. Eberhard Merz

Ultraschall in der Neurologie: Time is brain – Schlaganfallursachen schnell diagnostizieren und behandeln
Professor Dr. med. Christian Arning
Chefarzt der Abt. Neurologie, Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek
Der plötzliche Säuglingstod: Kann der Ultraschall Risikokinder identifizieren?
Professor Dr. med. Karl-Heinz Deeg
Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche der Sozialstiftung Klinikum Bamberg, Bamberg
Brustkrebs früh erkennen: Wie helfen neue Ultraschall-Verfahren?
Professor Dr. med. Helmut Madjar
Fachbereichsleiter Gynäkologie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH, Wiesbaden
Mit Kontrastmitteln Lebertumore noch sichtbarer machen: Neue Techniken der Kontrastverstärkten Sonografie
Dr. med. Hans-Peter Weskott
Vorstandsmitglied der DEGUM, Leiter Zentrale Sonografie Abteilung, Klinikum Siloah, Klinikum Region Hannover
Kontakt für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-423
Fax: 0711 8931-167
hommrich@medizinkommunikation.org

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Anna Julia Voormann idw

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