Vitamine und Mineralstoffe sind lebensnotwendig, aber: Auf die Dosis kommt es an!

Wie viel Vitamine und Mineralstoffe sind notwendig, um gesund zu bleiben? Lebensmittel enthalten normalerweise alles, was gesunde Menschen brauchen. Nahrungsergänzungsmittel in Tabletten- oder Drageeform sind in der Regel überflüssig. Eine zu hohe Dosis an Vitaminen und Mineralstoffen kann der Gesundheit vielmehr schaden. Bei einer abwechslungsreichen Ernährung erhält der Körper alle Nährstoffe, die er braucht.

„Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann auch Risiken für die Gesundheit bergen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Wann die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll oder aber ein gesundheitliches Risiko ist, erklärt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf der Internationalen Grünen Woche vom 18. bis 27. Januar 2012 am Stand 101 in der Halle 3.2 (Erlebnisbauernhof).

Am BfR-Stand mit dem Thema „Auf die Dosis kommt es an!“ erfahren Besucherinnen und Besucher, welche und wie viele Vitamine und Mineralstoffe Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse enthalten. Der BfR-Stand enthält Regale mit verschiedenen Lebensmittel-Imitaten, aber anders als in einem Supermarkt sind sie nach ihren Nährstoffgehalten sortiert. Anhand dieser Informationen können Besucher einen Einkaufswagen packen und überprüfen, ob sie mit ihren normalen Ernährungsgewohnheiten den Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralien decken.
An einer großen Ernährungspyramide können sie sich einen Speiseplan zusammenstellen, der alle Nährstoffe abdeckt, ohne auf Nahrungsergänzungsmittel oder angereicherte Lebensmittel angewiesen zu sein. BfR-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler beraten bei der Zusammenstellung einer abwechslungsreichen Ernährung.

Mit seinem interaktiven Stand bei der Grünen Woche will das BfR Verbraucherinnen und Verbraucher für das Thema Nahrungsergänzungsmittel sensibilisieren. Angesichts des großen Angebots sowie des zunehmenden Vertriebs von Nahrungsergänzungsmitteln über das Internet sollen Verbraucher nicht nur vor möglichen gesundheitlichen Risiken durch Überdosierung oder unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln, sondern auch vor Irreführung geschützt werden.

Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Personen, die sich normal ernähren, in der Regel überflüssig. Bei ausgewogener Ernährung bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht. Nur in bestimmten Fällen ist eine gezielte Ergänzung der Nahrung mit einzelnen Nährstoffen sinnvoll, zum Beispiel Folsäure in der frühen Schwangerschaft.

Auf die Dosis kommt es auch bei anderen als schädlich einzustufenden Stoffen wie Acrylamid an, die in Lebensmitteln wie Kartoffelchips, Pommes Frites, Röst- und Backkartoffeln, Brot oder Backwaren enthalten sein können. Acrylamid besitzt im Tierexperiment Erbgut veränderndes und Krebs erzeugendes Potenzial. An einem „Acrylamidrechner“ können Besucherinnen und Besucher ihre durchschnittliche Aufnahme dieses Stoffes aufgrund ihrer Ernährungsgewohnheiten errechnen. Zudem gibt es Tipps für die eigene Küche, um die Acrylamid-Gehalte in dort zubereiteten Lebensmitteln möglichst gering zu halten.

Ein BfR-Quiz mit QR-Code, der direkt zu den Antworten auf die BfR-Internetseite führt, informiert zu Fragen rund um die Lebensmittelsicherheit. Mit einem BfR-Glücksrad-Spiel zu Vitaminen und Mineralstoffen und Risky – dem neuen BfR-Maskottchen – können die Besucherinnen und Besucher ihr Wissen rund um das Thema „Auf die Dosis kommt es an!“ vertiefen.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
http://www.bfr.bund.de/de/veranstaltung/vitamine_und_mineralstoffe_sind_
lebensnotwendig__aber__auf_die_dosis_kommt_es_an__das_bfr_auf_der_
internationalen_gruenen_woche_2013-132443.html

Media Contact

Dr. Suzan Fiack idw

Weitere Informationen:

http://www.bfr.bund.de

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