Plötzlicher Herztod bei Sportlern – wer ist gefährdet?

Jährlich sterben in Deutschland mehrere hundert Athleten am plötzlichen Herztod. Trotz intensiver Bemühungen gelingt es leider bisher nicht immer ausreichend, entsprechende Risikopersonen im Vorfeld zu erkennen.

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes am Universitätsklinikum Tübingen mit den Abteilungen für Sportmedizin (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Andreas Nieß) und für Diagnostische Radiologie (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. med. Claus Claussen) soll untersucht werden, ob die Kernspintomographie des Herzens eine genauere Risikostratifizierung gefährdeter Athleten erlaubt.

Dazu wird bei 100 Athleten zusätzlich zur sportmedizinischen Routinediagnostik eine Kernspintomographie des Herzens durchgeführt. Die Deutsche Stiftung für Herzforschung wird das Projekt für die Dauer von zunächst einem Jahr fördern.

Athleten mit einem wöchentlichen Trainingsumfang von mindestens 10 Stunden, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich am Universitätsklinikum Tübingen bei Privatdozent Dr. Christof Burgstahler (christof.burgstahler@med.uni-tuebingen.de) für weiterführende Informationen melden.

Die Sportmedizin des Tübinger Universitätsklinikums verfügt über eine ausgewiesene Expertise bei sportmedizinisch-internistischen Untersuchungen im Profisportbereich und bietet u.a. die jährlich vorgeschriebenen Sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Landes- und Bundeskaderathleten an. Ziel dieser Vorsorgeuntersuchungen ist, Erkrankungen, Verletzungen oder Einschränkungen der sportlichen Belastbarkeit frühzeitig zu erkennen und die Sportler in ihrer Sportausübung sportmedizinisch zu beraten. Darüber hinaus wird die individuelle Leistungsentwicklung und -perspektive untersucht. Dazu gehört auch die Vorortbetreuung von Leistungssportlern in Training und Wettkampf wie beispielsweise in der Leichtathletik, im Profi-Fussball und im Basketball. Am Olympiastützpunkt Stuttgart sichern die Tübinger Experten die sportmedizinisch- internistische und leistungsdiagnostische Betreuung der dortigen Bundes- und Landeskaderathleten.

Ansprechpartner für nähere Informationen

Universitätsklinikum Tübingen
Medizinische Klinik – Sportmedizin
Privatdozent Dr. med. Christof Burgstahler
Silcherstrasse 5, 72076 Tübingen
Tel. 07071/29-8 51 60, Fax 07071/29-51 62
christof.burgstahler@med.uni-tuebingen.de
Deutsche Stiftung für Herzforschung
www.dshf.de

Media Contact

Dr. Ellen Katz idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Mit Lasern in eine mobile Zukunft

Das EU-Infrastrukturprojekt NextGenBat hat ambitionierte Ziele: Die Performance von mobilen Energiespeichern wie Batterien soll mit neuen Materialien und laserbasierten Herstellungsverfahren enorm gesteigert werden. Zum Einsatz kommt dabei ein Ansatz zur…

Aufbruch in die dritte Dimension

Lassen sich auch anspruchsvolle Metallbauteile in Serie produktiv und reproduzierbar 3D-drucken? Forschende aus Aachen bejahen diese Frage: Sie transferierten am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das zweidimensionale Extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen EHLA auf…

Motorenforscher starten Messkampagne mit klimaneutralem Wasserstoff

„Wasserstoff und daraus erzeugte synthetische Kraftstoffe werden ein zentraler Baustein der maritimen Energiewende sein“, davon ist Professor Bert Buchholz von der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik der Universität Rostock fest…

Partner & Förderer