Internationale Unterstützung für Adipositasforschung

Im Rahmen seiner Reise nach Kanada als offizieller Vertreter des Freistaates Sachsen hat der Staatssekretär des Wissenschaftsministeriums, Hansjörg König, in Edmonton auch ein neues Kooperationsprojekt unterzeichnet: Die ASORTA (Alberta-Saxony Obesity Research and Training Alliance) soll zukünftig den Austausch von Nachwuchswissenschaftlern und Studenten fördern, die im Bereich Adipositas und Stoffwechselerkrankungen forschen.

Sowohl in Alberta als auch in Sachsen hat die Forschung auf diesem Gebiet eine lange Tradition.

Die University of Alberta und die Universität Leipzig werden mit einer gemeinsamen Summer- und Winterschool, beginnend im Februar 2011 in Edmonton, den Grundstein für den Studentenaustausch legen. Wissenschaftlich gibt es bereits jetzt eine enge Zusammenarbeit zwischen beiden Universitäten. Prof. Dr. Arya Sharma, der Leiter des Adipositaszentrums der Universität von Alberta, wurde in den Expertenbeirat des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen in Leipzig gewählt. Auch ist geplant in den nächsten Jahren Nachwuchswissenschaftlern aus Edmonton mit Hilfe von Stipendien die Forschung in IFB-Projekten zu ermöglichen.

Prof. Stumvoll, der wissenschaftliche Leiter des IFB wird noch in diesem Jahr gemeinsam mit Prof. Thiery, Dekan der Medizinischen Fakultät, und Prof. Blüher, Vorstandsmitglied des IFB, nach Edmonton reisen um die Inhalte und die Organisation für die Winterschool zu klären und weitere Forschungsinitiativen anzubahnen. Prof. Dr. Wieland Kiess, der stellvertretende Leiter des IFB AdipositasErkrankungen, wird heute in Edmonton die Auftaktvorlesung halten. Prof. Kiess forscht im IFB AdipositasErkrankungen u.a. zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Das Thema seiner Vorlesung ist: „Obesity in childhood and adolescence – an European view“.

Sachsen und Alberta arbeiten in Wirtschaft und Wissenschaft schon lange zusammen. Bereits im Februar 2002 hatten der damalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und der Ministerpräsident der Provinz Alberta, Ralph Klein, dazu in Berlin eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Sie war die erste ihrer Art in Ostdeutschland. (http://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/151761)

Das IFB AdipositasErkrankungen ist eines von acht Integrierten Forschungs- und Behandlungszentren, die in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Es ist ein gemeinsames Projekt der Universität Leipzig und des Universitätsklinikums Leipzig (AöR). Ziel der Bundesförderung ist es, Forschung und Behandlung interdisziplinär so unter einem Dach zu vernetzen, dass Ergebnisse der Forschung schneller als bisher in die Behandlung integriert werden können. Das IFB AdipositasErkrankungen hat mit 19 Forschungsprojekten begonnen und wird mit über 120 Mitarbeitern das Feld der Adipositasforschung und -behandlung in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen.

Gerne lassen wir Ihnen auf Anfrage im Anschluss an die Veranstaltung Fotos zukommen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Stumvoll über
Janna Buchele
Telefon: +49 341 97-13361
E-Mail: janna.buchele@medizin.uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~innere
Pressesprecherin des SMWK
Annett Hofmann
Telefon: +49 351 564-6020
E-Mail: Annett.Hofmann@smwk.sachsen.de

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Dr. Manuela Rutsatz Universität Leipzig

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