Höhere Sicherheit bei Brustkrebsdiagnostik: neues innovatives Verfahren

Ein neues radiologisches Verfahren zur Diagnose von Brustkrebs verspricht die Genauigkeit mammographischer Befunde zu erhöhen: die digitale Tomosynthese.

Am Universitätsklinikum Münster (UKM) gibt es nun ein Gerät, das dieses Verfahren möglich macht. Das System ist eines der ersten, das auf den Markt gebracht wurde. Beim deutschlandweit ersten Workshop zur digitalen Brust-Tomosynthese für 23 ausgewählte Experten konnten sich Ärzte am Mittwoch mit der neuen, innovativen Technik vertraut machen.

Eingeladen hatte Prof. Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie am UKM. Dr. Michael J. Michell vom King’s College Hospital in London führte die Teilnehmer in den aktuellen Stand der Forschung, die Technik und die Vorteile der neuen Methode ein.

Die Tomosynthese ermöglicht eine exakte Schichtdarstellung des Gewebes. Dabei werden aus verschiedenen Winkeln digitale Datensätze erstellt, aus welchen bis zu ein Millimeter dünne Schichten rekonstruiert werden. So können auch kleinste krankhafte Veränderungen, die in der 2D-Mammografie zum Beispiel aufgrund einer Gewebsüberlagerung nicht diagnostisch abgrenzbar sind, erkannt werden. Die Strahlenbelastung für den Patienten ist dabei vergleichbar mit der herkömmlichen Mammografie.

„Besonders bei der Früherkennung von Brustkrebserkrankungen wird uns die Tomosynthese enorm voranbringen“, so Prof. Walter Heindel. Wissenschaftler

erhoffen sich eine höhere Sensitivität und Spezifität der Diagnosetests, das heißt, dass mehr Kranke tatsächlich als krank und Gesunde als gesund erkannt werden. Einige erste Studien belegen schon jetzt die Vorteile der Tomosynthese.

Dennoch steht die Technik noch am Anfang. Dr. Michael J. Michell weist daraufhin, dass auch mit der neuen Methode keine Garantie besteht, jeden Tumor zu finden. Bei den praktischen Übungen, die Michell mit den Teilnehmern des Workshops durchführte, zeigte sich jedoch schnell: die Tomosynthese hebt brustkrebstypische Veränderungen exzellent hervor und beeinflusst die diagnostische Sicherheit positiv.

So läuft die Untersuchung ab
Wie bei der Mammographie wird die Brust zwischen einer strahlendurchlässigen Kunststoffscheibe und einem Detektor zusammengehalten. Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden länger als eine Mammografie. Anschließend können die entstandenen Aufnahmen am Bildschirm dreidimensional analysiert werden.
Britta Kollecker
– Referentin Unternehmenskommunikation-
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
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Universitätsklinikum Münster (UKM)
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Britta Kollecker Universitätsklinikum Münster (UK

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