Künstliche Augenmuskeln statt Lesebrille

Implantat wird per Knopfdruck gesteuert und korrigiert Brechungsfehler des Auges

Ein Band aus künstlichen Muskeln könnte künftig die exakte Fokussierung des Auges übernehmen, wenn die Augenlinse im Alter an Flexibilität verliert. Forscher der University of New Mexico entwickeln zurzeit eine Alternative zur Lesebrille für Altersweitsichtige. Vision des Institutsleiters für künstliche Muskeln Mohsen Shahinpoor ist ein Implantat rund um die Lederhaut des Auges, das per Knopfdruck den Augapfel geringfügig zusammenschnürt und so den Brechungsfehler des Auges korrigiert. Forscher hoffen bereits in drei bis fünf Jahren auf den Einsatz in der Praxis.

Der implantierte Muskel namens „smart eye band“ soll über einen Schalter hinter dem Ohr gesteuert werden. Der Schalter aktiviert über ein elektronisches Magnetfeld, das in den Kopf hinein reicht, den Muskel und reguliert die Länge des Augapfels, um den Brennpunkt wieder auf die Netzhaut zu lenken. Der Muskel besteht aus gebündelten und biokompatiblen Kunststoffstreifen, die mit feinsten Golddrähten ummantelt sind. Abhängig von der induzierten Stärke, die reguliert werden kann, entsteht ein elektrischer Impuls, der eine Negativ-Ladung aufbaut. Positiv geladene Lithium-Ionen, die in den Kunststoffstreifen eingelagert sind, werden von der Negativ-Ladung angezogen und ziehen am Kunststoffstreifen. Die Folge ist eine minimale Zusammenschnürung des Augapfels.

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Sandra Standhartinger pte.online

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