MHH nimmt hochmoderne Intensivstation in Betrieb

Ein Schwerpunkt der hochmodernen Intensivstation wird in der frühzeitigen Behandlung des akuten Lungenversagens liegen. Hierzu entwickelten die Anästhesiologen der MHH einen so genannten Kammerrespirator - eine moderne "Eiserne Lunge".

Einladung zur Eröffnung und Besichtigung mit Wissenschaftsminister Thomas Oppermann am 21. März 2002

Rund 7,5 Millionen Euro hat die Sanierung der anästhesiologischen Intensivstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gekostet, zwölf Monate dauerten die Umbauarbeiten, das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Ausstattung mit lebenserhaltenden Geräten – darunter eine Weiterentwicklung der „Eisernen Lunge“ – gewährleistet eine optimale Behandlung der meist schwerst kranken Patienten. Gleichermaßen wichtig war den Planern, eine freundliche Atmosphäre zu schaffen. Besonderer Wert wurde auf die farbliche Gestaltung der Deckenflächen über den Betten gelegt – so wird das Sichtfeld der Patienten nicht nur von unentbehrlicher Medizintechnik bestimmt. Bei der Einrichtung der 14-Betten-Station hat das künftig hier tätige pflegerische und ärztliche Personal engagiert mitgewirkt; ihre Arbeitsbedingungen verbessern sich spürbar.

Zur Eröffnung und Besichtigung der neuen Intensivstation in Anwesenheit von Wissenschaftsminister Thomas Oppermann laden wir herzlich ein:

  • am Donnerstag, den 21. März 2002
  • um 11 Uhr
  • im Zentralklinikum der MHH (Bettenhaus, Fahrstuhl-Knoten C, 4. Stock).

Die anästhesiologische Intensivstation unter der Leitung von Professor Dr. Siegfried Piepenbrock ist eine interdisziplinäre Station. Betreut werden vor allem Patienten nach großen Operationen oder Polytraumen. Ein Schwerpunkt wird in der frühzeitigen Behandlung des akuten Lungenversagens liegen. Hierzu entwickelten die Anästhesiologen der MHH einen so genannten Kammerrespirator, in dem ein Unterdruck erzeugt wird. Dieser Negativdruck entspricht der natürlichen Spontanatmung; er ist im Vergleich zur herkömmlichen künstlichen Beatmung mit Überdruck und hohen Beatmungsdrücken sehr viel effektiver und schonender. Schädigende Nebenwirkungen auf Herz, Kreislauf und die Lunge selbst lassen sich deutlich reduzieren. Ganz neu ist das Verfahren nicht. Es basiert auf dem Prinzip der „Eisernen Lunge“, die in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts während der Kinderlähmungs-Epidemien in Europa und den USA erfolgreich eingesetzt wurde.

Anlässlich der Eröffnung wird der Kammerrespirator demonstriert. Auf Wunsch stellen wir auch gern ein digitales Bild zur Verfügung. Weitere Informationen gibt Dr. Jörn Heine, leitender Oberarzt der Intensivstation, unter Telefon (0511) 532-3689, E-Mail: heine.joern@mh-hannover.de

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Dr. Arnd Schweitzer idw

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