Charité: 24-Stunden Diagnostik bei Verdacht auf Brustkrebs


Das Warten auf Bestätigung bzw. Entwarnung nach Verdacht auf Brustkrebs wird von betroffenen Frauen als höchst unangenehm empfunden, besonders, wenn – was leider die Regel ist – die Diagnosesicherung sich über ein bis zwei Wochen hinzieht. Das Bedürfnis nach schneller Information kann die Charité ab sofort befriedigen. Denn nach einem „Vorlauf“ mit rund 5o Patientinnen haben die beiden Charité-Institute für Radiologie (Leitung: Professor Dr. Bernd Hamm) und für Pathologie (Leitung: Professor Dr. Manfred Dietel) gezeigt, dass es bei entsprechender Organisation möglich ist, die Diagnose innerhalb von 24 Stunden zu erheben und der Patientin mitzuteilen.
Sofern der Verdacht auf einen Brusttumor auftaucht, wird die Frau ambulant mit Hilfe der sogenannten digitalen Mammographie untersucht. Finden sich bei dieser Untersuchung verdächtige Bezirke, etwa feinste, sogenannte Mikro-Verkalkungen in der Brustdrüse, so wird daraus unter örtlicher Betäubung schmerzfrei eine Gewebeprobe entnommen. Dazu wird ein modernes Saug-Stanz-Gerät in der Größe einer Nadel verwendet. Die exakte Positionierung der Nadel hat zuvor der Computer berechnet (http://www.charite.de/radiologie).
Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung kann die Frau am folgenden Tag erfragen. Sollte sich tatsächlich ein bösartiger Befund ergeben haben, so kann die Patientin zügig einer weiterbehandelnden Klinik überwiesen werden. Ist kein Krebs diagnostiziert worden, so sollten Vorsorgeuntersuchungen in den üblichen Abständen vorgenommen werden. Ebenfalls einen 24- Stunden Service in der Brusttumordiagnostik bietet die „Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe“ (Oberarzt Dr. Jens-Uwe Blohmer) der Charité an. Hier wird die Gewebeprobe unter Ultraschallsicht entnommen.
Einem Anrufbeantworter (030- 2802-4186) können interessierte Frauen ihre Telefonnummer hinterlassen. Sie werden dann von Ärzten zurückgerufen, die Fragen im Zusammenhang mit der Mammographie und der Gewebeentnahme beantworten.
Silvia Schattenfroh
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Charité
Medizinische Fakultät der
Humboldt Universität zu Berlin

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Pressereferat-Forschung
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