Kinderlähmung nach Ausrottung weiterhin riesiges Problem

Weltweit gibt es 12 Mio. Menschen, die Opfer dieser heimtückischen Viruserkrankung sind. Der Bundesverband Polio e.V., die Interessengemeinschaft der 60.000 Poliobetroffenen in Deutschland, weist darauf hin, daß die Kinderlähmung noch ein sehr langfristiges Problem ist. Der Verband nimmt dabei Bezug auf die weltweite Anti-Polio-Kampagne der WHO, die zur Zeit durch eine Bildreportage in der Zeitschrift Stern unterstützt wird. Selbst wenn durch Impfaktionen das Ziel, die Polio bis zum Jahr 2005 auszurotten, erreicht wird, werden die bereits Erkrankten noch viele Jahrzehnte mit den „normalen“ Lähmungserscheinungen zu kämpfen haben. Hinzu kommt das viel zu wenig beachte sogenannte „Post-Polio-Syndrom“, das erst Jahrzehnte nach der ursprünglichen Polioerkrankung mit neuen Krankheitssymptomen auftritt. Immerhin leiden 60-70% der Poliobetroffenen unter dieser Folgeerkrankung und zwar oft ohne zu wissen, dass die Polio die Ursache für ihre Beschwerden ist. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Muskel- und Gelenkschmerzen, Atemnot, andauernde Müdigkeit, Schlafstörungen. Diese Symptome werden häufig nicht mit der Kinderlähmung in Verbindung gebracht. Der Bundesverband Polio kämpft nicht nur entschieden gegen die sich bei uns breitmachende Impfmüdigkeit an. Der medizinisch-wissenschaftliche Beirat des Verbandes informiert auch Betroffene und Ärzte über die erwähnten Spätfolgen der Poliomyelitis.

Allgemeine Informationen zum Bundesverband Poliomyelitis e.V.:

  • Der gemeinnützige Verband wurde 1991 gegründet
  • Sitz des Verbandes mit der Beratungsstelle für Poliobetroffene ist in Höxter, Nordrhein-Westfalen
  • Anzahl der Mitglieder 1.900 (Stand 11/01)
  • Regionale Selbsthilfegruppen im gesamten Bundesgebiet
  • Informationen zum Post-Polio-Syndrom (PPS)
  • Informationsmaterial (kostenlos) für Betroffene, Ärzte, Therapeuten

Media Contact

Eckhard Hettinger ots

Weitere Informationen:

http://www.polio.sh

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