Erfolgreiches Laserverfahren jetzt auch bei Gallengangssteinen

Selbst harte Steine zerkleinert der Laser U100 in <br>kürzester Zeit so weit, dass die Fragmente mit einem Körbchen oder <br>einer kleinen Zange entfernt werden können oder ausgespült werden <br>Foto: W.O.M.

FREDDY(R)-Technologie ist effizient, sicher, kostensparend – und sehr patientenschonend

Etwa 8 bis 10 Millionen Menschen in Deutschland sind Träger von Gallensteinen. Das Risiko einer Steinerkrankung wächst mit steigendem Alter; Frauen sind stärker gefährdet als Männer. Zu den Hauptursachen der Gallensteine gehören fettes Essen, Übergewicht, aber auch wiederholtes strenges Fasten. Oft bleiben die Steine völlig unbemerkt. Medizinischer Handlungsbedarf besteht jedoch, wenn sie akute Schmerzen im Oberbauch auslösen, zumeist von Übelkeit und Erbrechen sowie einer Gelbfärbung der Haut begleitet. In der Regel heißt es dann: operieren.

Schwierig war die Entfernung der Steine bisher, wenn sie sich im Gallengang befanden. Mit der FREDDY(R)Technologie der W.O.M. WORLD OF MEDICINE AG gibt es nun jedoch ein neue patentierte Methode, mit dem Gallengangssteine effizient, sicher und für die Patienten sehr schonend behandelt werden können. Bei der FREDDY(R)Technologie handelt es sich um ein Laserverfahren, das WORLD OF MEDICINE speziell für die Behandlung von Steinen entwickelt hat. Die Methode wird bereits erfolgreich im Bereich der Harnleiter-, Blasen- und Nierensteine eingesetzt.

Bei der Therapie von Gallengangssteinen wird eine Quarzglasfaser mit Hilfe eines Endoskops über Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm bis direkt an den Stein geschoben. Die Quarzglasfaser überträgt die Laserimpulse. Selbst harte Steine zerkleinert der Laser U100 in kürzester Zeit so weit, dass die Fragmente mit einem Körbchen oder einer kleinen Zange entfernt werden können oder ausgespült werden. Da die Wirkung ausschließlich am Stein entsteht, ist die FREDDY(R)Technologie gezielt und sicher. Im Gegensatz zu anderen medizinischen Lasern, etwa in der plastischen Chirurgie, kann der Laser U100 weiches Körpergewebe weder durchtrennen noch verbrennen, so dass eine Verletzung des umliegenden Gewebes so gut wie ausgeschlossen ist. Dies macht Nachbehandlungen in der Regel unnötig.

Erste Studien an der Universität Erlangen-Nürnberg zeigen, dass mit dem Laser U100 selbst bei komplizierten Gallengangssteinen signifikant bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden als mit anderen Behandlungsmethoden 1). Auch diese Steine können mit Hilfe der FREDDY(R)Technologie in der Regel in nur einer Behandlung entfernt werden. Die Patienten sind dadurch schneller schmerzfrei. Sie können das Krankenhaus schon wenige Tage nach dem Eingriff beschwerdenfrei verlassen. Somit bietet das neue Verfahren auch große Kostenvorteile: kurze Krankenhausaufenthalte tragen dazu bei, die Kosten im Gesundheitswesen zu senken.

Die W.O.M. WORLD OF MEDICINE AG, seit dem 13. Juni am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, gilt mit ihren medizinischen Geräten als einer der Wegbereiter für die Minimal Invasive Chirurgie (MIC). Die Unternehmensgruppe beschäftigt heute an ihren Standorten in Berlin, Ludwigsstadt/Oberfranken, Gröbenzell/München, Orlando/USA und New Delhi/Indien mehr als 280 Mitarbeiter. WORLD OF MEDICINE entwickelt, produziert und vertreibt ein gezielt auf die MIC abgestimmtes Produktprogramm, das in drei Unternehmensbereiche gegliedert ist:

Die Insufflatoren und Pumpensysteme der Flow&FluidWORLD(R) dehnen mit Flüssigkeiten und Gasen Körperhöhlen kontrolliert auf und schaffen damit Raum für endoskopische Eingriffe. Diese schonenden Eingriffe werden mit den Lichtquellen, Monitoren, Kameras und Videodokumentationssystemen der VisionWORLD visualisiert und dokumentiert. Die LaserWORLD wiederum eröffnet mit innovativen Technologien neue Anwendungen für lasergestützte minimal invasive Behandlungen. Im Mittelpunkt steht hier die neuartige, sehr effiziente und patientenschonende FREDDY(R)Technologie zur Laser Stoßwellen-Lithotripsie.

1) J. Hochberger et al. First clinical data on laserlithotripsy of common bile duct stones with a new frequency-doubled double-pulse Nd:YAG-Laser (FREDDY) in 17 patients. In: Endoscopy 2000; 32 (Suppl. 1), E 46f

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Verena Kirchner ots

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