Leuchtende Ideen für unser aller Gesundheit

Ein Gerät, dass Heuschnupfen-Geplagten viele Pillen ersparen kann, neue Methoden, die eine frühe verlässliche Krebsdiagnose möglich machen und damit die Heilungschancen erhöhen, ein Verfahren zur schnelleren Erkennung von Krankheitskeimen – das sind nur drei Highlights, die auf dem diesjährigen Symposiums des Forschungsschwerpunktes Biophotonik „Bilder vom Leben – multidimensionales, funktionales und molekulares Imaging biologischer Zellen und Gewebe“ vom 27. bis 29. April in München präsentiert werden.

Die Biophotonik setzt auf das Licht als Instrument zur Beobachtung und gezielten Beeinflussung von biologischen Prozessen. Dazu dienen Technologien wie moderne Mikroskopie- und Spektroskopieverfahren aber auch der Einsatz von Licht in Form von Lasern als Werkzeug, sei es in der Zellbiologie oder in der Chirurgie. Grundlage all dieser Technologien ist das Wechselspiel zwischen Licht und biologischer Materie, mit dem sich der wissenschaftliche Zweig der Biophotonik befasst.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat frühzeitig das Potential der Biophotonik erkannt und vor wenigen Wochen in der bereits dritten Ausschreibung Wissenschaftler und Firmen zum Einreichen neuer Projekte aufgerufen. Die geförderten Technologien können mittel- und langfristig wirtschaftlich wie auch wissenschaftlich neue Türen aufstoßen: von einer völlig neuen Generation von Medikamenten, die nicht nur Symptome, sondern ursächlich Krankheiten behandeln und damit ein immenses Potential zur Kostenersparnis für das Gesundheitswesen mit sich tragen, bis zu Wettbewerbs-entscheidenden Innovationen in der deutschen Medizintechnikindustrie, die ein Produktionsvolumen von etwa 14 Milliarden Euro und einem jährliches Wachstum von fünf bis sieben Prozent hat.

Bisher erzielte Erfolge und Visionen für die künftige Arbeit im Forschungsschwerpunkt Biophotonik sind Themen eines Pressegesprächs am 28. April 2006 um 10.30 im Seminarrraum 113 des Laser-Forschungslabors auf dem Gelände des Klinikums Großhadern, Marchioninistrasse 23, 81377 München.

Ansprechpartner werden sein: Ministerialdirigent Dr. Wolf-Dieter Lukas (Bundesministerium für Bildung und Forschung), Prof. Dr. Jürgen Popp (Universität Jena, Sprecher des Forschungsverbandes Biophotonik), Dr. Reinhold Baumgartner (Leiter des Laserforschungszentrums der LMU München), Prof. Dr. med. Joachim Diebold (Pathologisches Institut des Klinikums der LMU München) und Dr. Andreas Thoss (Wiley VCH Wissenschaftsverlag).

An einem konkreten Beispiel aus der Pathologie präsentieren wir Ihnen den Einsatz und Nutzen dieser modernen Technologien, die den Sprung aus der Forschungsförderung in die Praxis geschafft haben. Außerdem werden exklusiv zwei neue Sachbücher zum Thema Biophotonik vorgestellt.

Allgemeine Informationen über das Symposium und die Arbeit des Forschungsschwerpunktes Biophotonik finden Sie unter http://www.biophotonik.org.

Weitere Informationen:
Susanne Liedtke
Institut für Physikalische Chemie
Forschungsschwerpunkt Biophotonik – Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtzweg 4, 07743 Jena, Tel: 03641/ 948 367, Fax: 03641/ 948 302
E-Mail: susanne.liedtke@uni-jena.de

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Susanne Liedtke idw

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