Wissenschafter bezweifeln Wirksamkeit von PSA-Test

Test soll Überlebensrate bei Prostatakrebs nicht erhöhen

Wissenschafter der Yale University School of Medicine haben nachgewiesen, dass der PSA-Test die Überlebensrate bei Prostatakrebspatienten nicht erhöht. Es zeigte sich, dass nach Untersuchungen des prostataspezifischen Antigens gleich viele Männer starben wie in der zuvor nicht überprüften Patientengruppe. Die Ergebnisse der Studie, für die die Daten von 1.000 Männern analysiert wurden, wurden in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht.

Der PSA-Test beruht auf der Messung der Werte eines bestimmten Proteins, des prostataspezifischen Antigens, im Blut. Diese Proteinwerte sind bei Menschen mit Prostatakrebs häufig erhöht. Dieser Test ist jedoch laut BBC weit davon entfernt fehlerlos zu sein, da die PSA-Werte auch durch eine geringfügige Vergrößerung der Prostata oder durch Infektionen der Drüse erhöht werden können. Zusätzlich liefert der Test keine Angaben über die Aggressivität eines Tumors. Die Wissenschafter wiesen nach, dass eine Kombination des PSA-Tests mit einer digitalen Untersuchung noch schlechtere Ergebnisse lieferte.

Der leitende Wissenschafter John Concato erklärte, dass Männer aufgrund dieser Forschungsergebnisse den PSA-Test jedoch nicht meiden sollten. „Dieses Thema kann nicht einfach schwarz oder weiß gesehen werden. Vielmehr sollten sich die Männer bewusst sein, dass es eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Brauchbarkeit von PSA-Tests bei gesunden Männern gibt und dass die Grenzen des Testverfahrens mit den behandelnden Ärzten besprochen werden sollten.“ Chris Hiley von The Prostate Cancer Charity erklärte, dass weitere Studien erforderlich seien, um den tatsächlichen diagnostischen Wert des PSA-Tests festzustellen. Die aktuellen Forschungsergebnisse legten jedoch nahe, dass ein neuer Ansatz zur Entwicklung eines wirksamen Tests gesucht werden sollte. In Großbritannien erkranken jährlich mehr als 27.000 Männer an Prostatakrebs.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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