Gehirnimplantate gegen Parkinson rücken näher

Augenzellen erfolgreich ins Gehirn implantiert

Wissenschafter der University of Alabama ist ein weiterer Schritt in der Entwicklung von Gehirnimplantaten für Parkinsonpatienten gelungen. Parkinson wird meistens mit dem Medikament Levodopa behandelt, das zu einer größeren Anfälligkeit für unwillkürliche Bewegungen wie Zuckungen führen kann. Bei Tests mit sechs Patienten wiesen die Forscher nach, dass Augenzellen, die Levodopa produzieren, sicher und ohne Nebenwirkungen implantiert werden können. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Archives of Neurology veröffentlicht. Das Team und britische Experten wie Kieran Breen von der Parkinson’s Disease Society erklärten, dass jetzt der Zeitpunkt für groß angelegte Studien zu diesem Forschungsansatz gekommen sei.

Sechs Patienten mit einer fortgeschrittenen Parkinsonerkrankung wurden Implantate eingesetzt. Für die Dauer von zwei Jahren wurden Beurteilungen des Zustands der Teilnehmer durchgeführt. Derzeit finden sie jährlich statt. Die Wissenschafter erklärten, dass die Implantate gut vertragen werden und halfen die Bewegung um bis zu 48 Prozent zu verbessern, ohne dass es zu unfreiwilligen Zuckungen kam. Die leitende Wissenschafterin Natividad Stover betonte, dass sich auch bei der Bewältigung des Alltages, der Lebensqualität und den motorischen Schwankungen Verbesserungen einstellten. Derzeit sei eine randomisierte Doppelblindstudie in Vorbereitung.

Levodopa wird für die Behandlung einiger der am häufigsten verbreiteten Symptome wie Zittern und Krämpfe eingesetzt. Normalerweise wird das Medikament einige Jahre nach der Diagnose bei einer Verschlimmerung der Symptome eingenommen. Tierversuche haben laut BBC gezeigt, dass die Zellimplantate sicher bei der Behandlung der Parkinsonsymptome eingesetzt werden können. Die aktuelle Studie hat nachgewiesen, dass dieses Verfahren auch beim Menschen angewendet werden kann.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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