Vorsicht in der Badesaison – erhöhte Anfälligkeit für Harnwegs- und Nierenentzündungen

Die Sommerhitze verführt zu Erfrischungen – doch manchmal ist es einfach zu viel des Guten: Den nassen Bikini auf der Haut trocknen lassen, sich im bauchfreien Outfit den Fahrtwind beim Radeln oder Motorradfahren um die Nase wehen zu lassen oder im zarten Sommerkleidchen die kühleren Abende im Freien genießen – das alles kann unangenehme Folgen haben.

Besonders Frauen sind in den Sommermonaten anfällig für Harnwegsentzündungen, die häufig „verschleppt“ werden. Die Entzündung zieht nach „oben“ und betrifft dann auch die oberen Harnwege und Teile der Niere. Die Bakterien wandern also über einen Harnleiter aufwärts in die Niere und vermehren sich dort. Bemerkbar macht sich eine solche akute Nierenbeckenentzündung mit schmerzhaften und häufigen Wasserlassen, hohem Fieber, Abgeschlagenheit sowie Flanken- und Rückenschmerzen.

Bei diesen Symptomen sollten Sie einen Nephrologen, also einen Nierenfacharzt, oder einen Urologen aufsuchen, denn nicht rechtzeitig behandelte Nierenbeckenentzündungen schädigen die Nieren unter Umständen soweit, dass es zu einem vollständigen Nierenversagen kommt und die Dialyse notwendig wird.

Grundsätzlich ist Vorsicht besser als Nachsicht: Die Gesellschaft für Nephrologie rät daher zu einem „nierenbewussten“ Verhalten: Zum einen bedeutet das die Vermeidung von Unterkühlung des Unterleibes, zum anderen wird zu einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr geraten, denn so werden Bakterien aus der Blase und den Harnwegen „gespült“, bevor sie sich ausbreiten können.

Media Contact

Bettina Albers idw

Weitere Informationen:

http://www.nierengesellschaft.de

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