Blockade eines Enzyms stoppt Krebserkrankung

Krebs kann sich ohne uPA nicht ausbreiten

Das Blockieren eines bestimmten Enzyms könnte ausreichend sein, um die Ausbreitung von Krebs im Körper zu kontrollieren. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Kobenhavns Universitet gekommen. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass diese Forschungsergebnisse zu neuen Behandlungsansätzen führen und die Anzahl der notwendigen Chemotherapien entscheidend reduzieren werden. Die Ausbreitung von Krebs wurde bei sechs von sieben gentechnisch veränderten Mäusen erfolgreich gestoppt. Diese Tiere wurden so gezüchtet, dass ihnen das Enzym urokinase Plasminogen Activator (uPA) fehlte. Die Ergebnisse der Studie wurden im International Journal of Cancer veröffentlicht.

Krebs kann sich ohne uPA nicht ausbreiten. Der Körper selbst braucht es laut BBC für seine normale Funktion jedoch nicht. Diese These wurde durch die aktuellen Forschungsergebnisse bestätigt, die ergaben, dass die Mäuse in keiner Weise durch das Fehlen des Enzyms litten. Der leitende Wissenschafter Morten Johnsen erklärte, dass es möglich sein sollte, das Enzym zu blockieren und so die Ausbreitung von Krebs ohne die derzeit üblichen starken Nebenwirkungen zu kontrollieren. Der nächste Schritt sei die Entwicklung eines entsprechenden Medikaments, das bei Mäusen wirkt. Erst dann sei an Tests mit menschlichen Patienten zu denken.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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