Selbsthilfeverein für Menschen mit Asperger-Syndrom gegründet

Betroffene haben Probleme bei der Integration in die Gesellschaft

In Deutschland ist der erste Verein für Menschen mit Asperger-Syndrom, die so genannten Aspies, gegründet worden. Aspies e.V. stellt Informationen über Diagnosestellen, Fortbildungen und Selbsthilfegruppen bereit. Außerdem beteiligt er sich an der Zeitschrift Aspergia, die viermal jährlich erscheint und Informationen für Betroffene, deren Angehörige sowie Lehrkräfte und Fachleute bereitstellt.

Laien denken, wenn sie Autismus hören, häufig an das Bild von einem Kind, das vollständig in sich gekehrt ist, immer wieder dieselben Bewegungen ausführt und bei Berührungen zu Panikattacken, Schreien und Selbstverletzungen neigt. Dies ist aber nur eine Form des Autismus, der so genannte Kanner-Autismus. Etwa einer von 300 Menschen leidet am Asperger-Syndrom, einer weniger schwerwiegenden Form des Autismus. Betroffene haben Probleme damit, Körpersprache richtig zu deuten und geraten in sozialen Situationen oft in Konflikte. Sie können bei Gesprächen anderen Menschen nicht in die Augen schauen, weil sie ihre Aufmerksamkeit nicht aufteilen können. Andererseits sind diese Menschen meist sensibel und intelligent und haben geistige Fähigkeiten, die über jene von normalen Menschen weit hinausgehen.

Trotzdem sind viele fachlich kompetente Aspies arbeitslos oder unterbeschäftigt, da ihr untypischer Wahrnehmungs- und Kommunikationsstil in der Gesellschaft auf Unverständnis trifft. Hier möchte Aspies e.V. ansetzen und in Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachleuten adäquate Unterstützung für Menschen mit Asperger-Syndrom bieten, so dass auch sie ihren Platz in der Gesellschaft finden.

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Marietta Gross pressetext.deutschland

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