Weniger unruhige Bewegungen

Viele körperlich behinderte Menschen verlassen sich auf Rollstühle, weil diese ihr einziges Fortbewegungsmittel sind. Die meisten von ihnen verfügen jedoch nicht über die nötigen Mittel, um sich elektrische, motorisierte Rollstühle leisten zu können, und so müssen sie einen enormen Aufwand betreiben, um in Bewegung zu kommen. Ein neu entwickelter Linearbewegungsgenerator erlaubt ihnen nun eine einfachere Nutzung.

In den meisten Fällen ist ein hohes Maß an menschlicher Kraft erforderlich, um bei der Nutzung von Rollstühlen und Fahrrädern Bewegung zu erzeugen, besonders wenn diese als Beförderungsmittel dienen. Während das Fahrradfahren als Freizeitbeschäftigung keine große Herausforderung darstellt, steht die völlige Abhängigkeit von einem Rollstuhl als Fortbewegungsmittel auf einem ganz anderen Blatt. Das Leben körperbehinderter Menschen ist ungeheuer schwierig und erfordert eine Zeit der Anpassung, in der der Oberkörper für die Bewegung eines Rollstuhls trainiert werden muss.

Die jüngste Entwicklung in Form eines Mechanismus zur Übertragung linearer und kreisförmiger Bewegungen in eine hin- und hergehende, unidirektionale und kontinuierliche Bewegung bietet jetzt maximalen Nutzen bei minimalem Aufwand. Die meisten Mechanismen, die menschliche Kraft zur Bewegungserzeugung benötigen, sind dahingehend ineffizient, dass die Antriebskraft nicht immer tangential zum Rotationskreis ist. Einfacher gesagt, wird ein Großteil der Kreisbewegung, z.B. beim Anschieben eines Rollstuhls, dafür verwendet, die für einen weiteren Anstoß benötigte Ausgangsstellung wiederzuerlangen.

Der entwickelte Mechanismus bietet bedeutende Vorteile. Der Hauptvorteil besteht darin, dass sowohl die Vorwärtskraft (treibend) als auch die Rückstellkraft (rückwärts) eine kontinuierliche Bewegung erzeugen. Dabei entwickeln beide Kräfte eine Bewegung, maximieren das Drehmoment und somit ebenfalls den Arbeitsrhythmus. Der Energieverlust auf Grund von Reibung und anderen Ursachen wird minimiert und nicht induzierte Schwingungen werden vermieden. Aus technischer Sicht besteht die Neuerung aus einfachen und jederzeit verfügbaren Teilen, deren Herstellungskosten gering sind.

Somit deckt das System ein breites Anwendungsfeld ab, vom Freizeitsektor (Fahrräder, Wasserräder und Treträder) bis hin zu Hilfsmitteln für behinderte Menschen wie z.B. Rollstühle. Da die gewünschte Bediendrehzahl unter Verwendung einfacher Gänge hoch oder herunter geschalten werden kann, ist das System praktisch für jeden anwendbar. Der Entwickler ist auf der Suche nach vielseitigen Kooperationen und kann bereits einen testfähigen Prototypen vorweisen.

Kontaktangaben

Chris Theocharous
Cyprus Institute of Technology (CIT)
P.O. Box 20783
Ionion Nison 1, 7th Floor
1663 Lefkosia, Zypern
Tel: +357-2-231-7288, Fax: -8087
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