Organe von Schweinen sicherer als bisher angenommen

Zellen von Menschen und Schweinen existieren nebeneinander

Die Transplantation der Organe von Schweinen könnte viel sicherer sein als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Harvard Medical School gekommen. Ein Team um Yong-Guang Yang transplantierte Mäusen Zellen von Menschen und Schweinen. Es zeigte sich, dass beide Zellen in der Lage waren nebeneinander zu existieren. Es besteht weltweit eine Knappheit an menschlichen Organen für Verpflanzungen. Zahlreiche Experten gehen davon aus, dass Organe von Tieren, vor allem von Schweinen, eine Alternative bieten könnten. Frühere Studien haben nahe gelegt, dass derartige Transplantationen mit einem großen Gesundheitsrisiko verbunden wären. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht.

Frühere Studien hatten laut BBC ergeben, dass in Schweinezellen vorkommende Viren menschliche Zellen infizieren können. Diese Viren, die so genannten endogenen Schweine-Retroviren (PERVs), sind bei Schweinen harmlos. Die aktuelle Studie sieht darin ein geringeres Problem als bisher angenommen. Die Wissenschaftler transplantierten Mäusen Knochenmarkszellen von Schweinen. Diese Zellen enthielten keinen PERV Stamm, der Menschen infizieren konnte. Diese Schweinezellen existierten während der 25 Wochen dauernden Beobachtungsperiode problemlos mit menschlichen Zellen.

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Michaela Monschein pressetext.austria

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