Brachytherapie als Alternative bei Brustkrebs

Vielen Frauen mit Brustkrebs wird unnotwendig die ganze Brust entfernt. Der Wissenschaftler Robert Kuske von Arizona Oncology Services argumentiert, dass Patientinnen durch die notwendige Bestrahlung von weniger radikalen Eingriffen abgeschreckt werden. Laut Kuske überwindet die so genannte Brachytherapie diese Hindernisse. Er geht davon aus, dass bei 80 Prozent der Betroffenen brusterhaltende Eingriffe möglich wären. Frühere Studien der University of Gdansk haben laut BBC ergeben, dass die Brust bei mehr als der Hälfte der Frauen entfernt wurde. An dieser Studie nahmen 4.700 Frauen aus 37 Ländern statt.

Kuske leitete Tests zur Wirksamkeit der Brachytherapie, bei der radioaktive Quellen direkt im erkrankten Gewebe platziert werden. Bei diesem Verfahren sind die restliche Brust und die umgebenden Organe nicht betroffen. Für die Behandlung sind vier bis fünf Tage erforderlich. Eine konventionelle Strahlenbehandlung dauert sechs bis sieben Wochen. Bei den durchgeführten Tests wurde die Brachytherapie gut vertragen. Die Krebserkrankung kehrte nur bei drei bis vier Prozent der Frauen wieder. Michelle Barclay von Breakthrough Breast Cancer erklärte, dass die Entscheidung für eine teilweise oder ganze Entfernung der Brust eine sehr schwierige sei. „Wir wissen, dass sich manche Frauen für eine Brustentfernung entscheiden, damit das Risiko eines erneuten Auftretens der Krebserkrankung so gering wie möglich ist.“

Media Contact

Michaela Monschein pressetext.austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Fraunhofer IWM schließt Lücken der digitalen Wertschöpfungskette in der Werkstofftechnik

Das größte Potenzial der Digitalisierung in materialintensiven Betrieben liegt in prozessübergreifender Verknüpfung von Materialdaten. Sie verspricht Bauteil-Entwicklungszeiten zu verkürzen, komplexe Fertigungsprozesse schneller zu optimieren und noch zuverlässigeren Anlagenbetrieb als bisher…

Besser gewappnet gegen den Tsunami

Völlig zerstörte Einfamilienhäuser, ineinander verkeilte Schiffe zwischen Gebäuden, meterhohe Trümmer vor den Toren einer Lagerhalle, unterspülte Mauern – der durch ein Erdbeben ausgelöste Tsunami vom 28. September 2018 traf die…

Neue Bildverarbeitungslösungen für interaktive Serviceroboter

Im Oktober präsentierten die Forschungsprojekte »ASARob« und »RoPHa« ihre Ergebnisse. In beiden entwickelte das Fraunhofer IPA mit Projektpartnern neue Grundfertigkeiten für interaktive Serviceroboter. Damit können Roboter ihre Umgebung besser wahrnehmen…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close