Bluthochdruck direkte Folge von Übergewicht

Weltweit sind mehr als 250 Millionen Menschen extrem übergewichtig (adipös). Adipositas ist ein Hauptrisikofaktor für Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauferkrankungen. Wissenschaftler und Kliniker gehen davon aus, dass über die Hälfte der Menschen, die übergewichtig sind, auch einen zu hohen Blutdruck haben. Als übergewichtig oder adipös gelten Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 25 kg/m2 (Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zweimal dividiert). Danach haben in Deutschland schätzungsweise zehn Millionen übergewichtiger Menschen Bluthochdruck. Das machten Prof. Arya Sharma (McMaster University, Hamilton, Ontario, Canada) und Prof. Friedrich Luft (Franz-Volhard-Klinik, Charité, Universitätsmedizin Berlin, Campus Berlin-Buch in der Helios-Klinik und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch), die Organisatoren des 3. Internationalen Symposiums über Adipositas und Bluthochdruck im Kommunikationszentrum des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, zu Beginn der Tagung deutlich.

Der Anstieg des Blutdrucks ist eine direkte Folge des Übergewichts (Adipositas), wie Forscher in den vergangenen Jahren zeigen konnten. Dabei haben sie viele neue Erkenntnisse über die Biologie des Fettgewebes gewonnen. So wissen sie inzwischen, dass eine Vielzahl von Molekülen, die von Fettzellen produziert werden, direkt das Herz-Kreislaufsystem und die Nieren beeinflussen können.

Neben der Diskussion über die Ursachen des erhöhten Blutdrucks bei Übergewicht sollen aber auch therapeutische Konzepte besprochen werden. Zu der Frage, wie sich Lebensstiländerungen (Ernährung, Bewegung, Gewichtsreduktion) auf den Blutdruck übergewichtiger Menschen auswirken, wird insbesondere auch die so genannte integrierte medikamentöse Behandlung diskutiert, die nicht nur die Blutdrucksenkung, sondern eine Verbesserung des gesamten Herzkreislaufrisikos der Betroffenen im Blick haben muss.

Zu dem dreitägigen Symposium sind rund 250 Grundlagenforscher und Kliniker aus Australien, Canada, mehreren europäischen Ländern, Japan, Südafrika, Uruguay sowie den USA nach Berlin-Buch gekommen. Die Tagung wird unter anderem unterstützt von der World Hypertension League, der International and European Associations for the Study of Obesity, der European Society of Hypertension und vom Council for High Blood Pressure Research der American Heart Association.

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