Frühe Mammographie-Screenings retten laut Studie Leben

Niederländische und schwedische Forscher haben herausgefunden, dass seit der Einführung der Mammographie-Screenings die Todesfälle durch Brustkrebs erheblich weniger geworden sind.

Eine schwedische Studie, die von Laszlo Tabar vom Falun-Hospital geleitet wurde, verglich in zwei schwedischen Verwaltungsbezirken die Anzahl der Todesfälle durch Brustkrebs in den 20 Jahren vor und nach der Einführung des Screenings.

Über 200.000 Frauen mit Brustkrebs zwischen 20 und 69 Jahren waren an der Studie beteiligt.

„Unser Ziel war die Bewertung der langfristigen Wirkung des Mammographie-Screenings auf die Brustkrebssterberate, unter Berücksichtigung potenzieller systematischer Fehler aufgrund von Selbstauswahl, Veränderungen in der Inzidenz von Brustkrebs und der Klassifizierung der Todesursache“, so Dr. Tabar.

Laut der Studie wurde bei Frauen zwischen 40 und 69 Jahren, die einem Mammographie-Screening unterzogen wurden, die Brustkrebsmortalität um 44 Prozent gesenkt. Dagegen ist die Sterberate bei nicht gescreenten Frauen nur um 16 Prozent gesunken.

Bei den jüngeren Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren fiel die Sterberate um 48 Prozent – im Vergleich zu 19 Prozent für diejenigen, die sich keiner Mammographie unterzogen haben.

Im Rahmen einer in den Niederlanden durchgeführten Studie wurde auch festgestellt, dass durch regelmäßige Screenings die Mortalitätsrate bei Frauen im Alter zwischen 55 und 74 Jahren erheblich verringert werden kann. Unter der Leitung von Suzie Otto vom Gesundheitsministerium analysierte das Wissenschaftlerteam Daten von über 23.000 Frauen, die in der angegebenen Altersgruppe an Brustkrebs gestorben sind, um zeitliche Tendenzen bei der Brustkrebsmortalität und die Wirkung des Screenings zu untersuchen.

Verglichen mit der Brustkrebsmortalität im Zeitraum 1986 bis 1988 sanken von 1997 an die Raten erheblich um nahezu 20 Prozent. Dr. Otto stellte auch fest, dass sich seit der Einführung der Screening-Untersuchungen die Mortalitätsraten jährlich um fast 2 Prozent verringerten.

Die Ergebnisse beider Versuche deuten darauf hin, dass Screening-Programme die Brustkrebssterberate drastisch senken können. Sie zerstreuen auch jegliche Zweifel am potenziellen Wert von Mammographien zur Vorbeugung von Brustkrebs.

Informationsquelle: The Lancet medical journal

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