Impfstoff schützt vor Genitalherpes

Wirkung nur bei Frauen – GlaxoSmithKline startet weitere Studienreihe

Ein neuer Impfstoff schützt Frauen vor Genitalherpes. Bei 70 Prozent der 978 weiblichen Probandinnen, die bislang mit dem oralen bzw. genitalen Herpesvirus nicht infiziert waren, bot die Impfung einen wirksamen Schutz. Männer werden von den vielversprechenden Ergebnissen der Studie an der University of Texas Medical Branch nicht profitieren. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine publiziert. Seit mehr als 60 Jahren arbeiten Forscher an einer Herpes-Impfung, bis dato erfolglos, schreibt die Universität in einer Aussendung.

Für den Impfstoff wurden zwei Substanzen neu kombiniert, um eine stärkere Immunreaktion auszulösen. Diese Neukombination ist vermutlich auch der Grund, warum der Impfstoff bei Frauen und Männern unterschiedlich wirkt. Er bewirkt eine Immunreaktion in der Schleimhaut von Vagina und Gebärmutterhals. Warum der Impfstoff bei Männern nicht wirkt, hängt wahrscheinlich mit der unterschiedlichen Eintrittsart des Virus in den weiblichen und männlichen Körper zusammen, erklärt der Studienleiter Lawrence R. Stanberry.

Aufgrund der positiven Ergebnissen der Studie werden das National Institute of Health und der Pharmakonzern GlaxoSmithKline im kommenden Monat mit neuen Studien an 7.550 Frauen zwischen 18 und 30 Jahren starten. Es wird aber noch mindestens weitere fünf Jahre dauern, bis der Impfstoff auf den Markt kommt

Media Contact

Sandra Standhartinger pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.utmb.edu http://www.gsk.com

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Mit beschichteten Ballonkathetern gegen den Herzinfarkt

Alternative zum Stent… In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an der koronaren Herzerkrankung. Sie entsteht durch Kalkablagerungen, die die Herzkranzgefäße verengen. Meist weiten Ärzte die verengte Stelle mit einem…

Erdbeben und Tsunamis in Europa?

Positionspapier gibt Empfehlungen zur Reduzierung geologischer Risiken. Erdbeben und Tsunamis bedrohen nicht nur weit entfernte Küsten, sondern auch Häfen, Städte und Küsten in Europa. Ein neues Positionspapier des European Marine…

Weltweit erster 3D-gedruckter Beton-Schwibbogen

… kommt aus Chemnitz. Erzgebirgische Tradition trifft Zukunftstechnologie: Forschungsteam der TU Chemnitz und des Steinbeis-Innovationszentrums FiberCrete stellten mit Robotern Schicht für Schicht einen Schwibbogen aus faserbewehrtem Beton her. Das Team…

Partner & Förderer