Gehirnschäden durch Ecstasy

Aufputschdroge verursacht parkinsonähnliche Symptome

Amerikanische Forscher haben in Tierversuchen festgestellt, dass schon kleine Mengen der Aufputschdroge Ecstasy zu langfristigen Hirnschäden führen können. Das Rauschgift greife wesentlich mehr Gehirnzellen an als bisher angenommen. Vor allem die Nervenzellen, die als Botenstoff Dopamin ausschütten, werden durch die Droge zerstört, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science in seiner jüngsten Ausgabe.

George A. Ricaurte und seine Kollegen hatten verschiedenen Affenarten über einen Zeitraum von zwei Monaten geringe Mengen Ecstasy verabreicht. Anschließende Gewebeuntersuchungen zeigten, dass bei allen Versuchstieren die Dopaminkonzentration im Gehirn stark abnahm. Die Affen hatten große Schwierigkeiten, sich kontrolliert zu bewegen, außerdem zitterten sie sehr stark. Die Symptome waren ähnlich wie die bei Morbus Parkinson, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. „Wenn junge Leute Ecstasy einnehmen, erhöht sich ihr Risiko deutlich, auch diese Symptome zu entwickeln“, berichtet Ricaurte. „Da sich die Folgen des Dopaminmangels durch Ecstasy nicht unmittelbar zeigen, glauben Jugendliche, dass die Einnahme ungefährlich ist“, meint der Wissenschaftler.

Media Contact

Wolfgang Weitlaner pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.sciencemag.org

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Kunststoffe – alles Müll?

»Open Lab« im Fraunhofer LBF gibt Einblicke in die Kunststoffforschung. Als erste Stadt in Deutschland erhielt Darmstadt vor 25 Jahren den Ehrentitel »Wissenschaftsstadt«. Auch das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit…

Zukunft der Ampel wird weiter erforscht

Das Forschungsprojekt „KI4LSA“, welches die Frage beantworten sollte, ob die Steuerung von Ampelanlagen mit künstlicher Intelligenz (KI) den Verkehrsfluss verbessern kann, bringt Fraunhofer im August 2022 zum Abschluss. Über 30…

Schmerzlinderung ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeit

Forschende der FAU nutzen Adrenalin-Rezeptoren für hochwirksame Analgetika. Neuartige Substanzen, die Adrenalin- statt Opioid-Rezeptoren aktivieren, haben eine ähnliche schmerzlindernde Wirkung wie Opiate, jedoch keine negativen Folgen wie Atemdepression und Abhängigkeit….

Partner & Förderer