Handheld verleiht Ärzten Röntgenblick

„Sonic Flashlight“ macht Körperteile durchsichtig

Forscher der Carnegie Mellon University haben ein Handheld-Gerät entwickelt, das den menschlichen Körper durchleuchtet. Das Gerät „Sonic Flashlight“, das verschiedene Technologien kombiniert und dem User einen Röntgenblick verleiht, wurde kürzlich auf der Siggraph 2002, dem jährlichen Treffen der internationalen Computergrafikgesellschaft, präsentiert. Die Veranstaltung gilt als wesentlicher Impulsgeber für die digitale Zukunft.

Wird das Gerät gegen den Körper des Menschen gedrückt, wird augenblicklich ein Ultraschallbild produziert. Daher soll der Handheld in der chirurgischen und diagnostischen Verfahren eingesetzt werden. Obwohl Mediziner bereits Ultraschall-Geräte besitzen, die die Ausführung einer Operation unterstützen, haben diese einen wesentlichen Nachteil: der Arzt muss für einen Blick auf den Patienten seine Augen vom Monitor abwenden. Das neue Gerät würde diese erschwerten Bedingungen vereinfachen, erklärte der Wissenschaftler Damion Shelton im Gespräch mit dem BBC-Programm Go Digital.

„Sonic Flashlight“ positioniert einen Ultraschall-Scanner sowie einen Ultraschall-Monitor an die gegenüber liegenden Seiten eines durchsichtigen Spiegels. Beim Blick durch den Spiegel vor einem Patienten projiziert der Monitor das Ultraschall-Bild auf den Spiegel. Das Bild gleicht sich mit dem betrachteten Körperteil ab. Aufrund der gleichen Ausrichtung von Spiegel und Objekt erhält der Betrachter ein scheibenförmiges Abbild des Körperteils. „Die Perspektive ist unabhängig davon, wo der Betrachter steht“, so Shelton. Er ist optimistisch, dass die einfache Anwendung des Geräts Mediziner überzeugen wird. Demnächst sollen erste klinische Versuche mit dem Handheld anlaufen. Man sucht auch nach weiteren Einsatzmöglichkeiten.

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Sandra Standhartinger pte.online

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