Hochleistungs-Aluminium-Werkstoffe für den Leichtbau

Abb. 1 <br> <br>Durch das Sprühkompaktieren der Alu­miniumwerkstoffe wird eine einmalige Mikrostruktur erreicht. Die ausschließlich primär ausgeschiedenen Siliziumpartikel sind 1 bis 2 цm klein, rundlich geformt und feinst verteilt, was auch die Zerspanung begünstigt (Abb. 1). Im Vergleich dazu eine herkömmliche Guss­legierung in gleicher Zusammen­setzung (Abb. 2), jeweils 250fach vergrößert.

Die neuen Leichtbauwerkstoffe DISPAL® sind für Kfz-Komponenten, für Präzisionsteile im Maschinenbau und in Branchen wie Posi­tioniertech­nik, Robotik, Opto­elektronik, Druck- und Spinn­maschinenbau und Luft- und Raumfahrt geeignet.

Die pulvermetallurgisch hergestellten DISPAL®-Hochleistungs-Aluminumwerkstoffe zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die von konventionellen Aluminiumlegierungen nicht erreicht werden. Hohe Festigkeit und Steifigkeit eröffnen neue Möglichkeiten des Leichtbaus und der Produktoptimierung.

DISPAL®-Hochleistungs-Werkstoffe bestehen aus Aluminium mit bis zu 35 % Silizium. Sie kombinieren das geringe Gewicht des Aluminiums von 2,7 g/cm³ mit Zugfestigkeiten bis 750 N/mm² – bisher unerreicht bei Aluminiumwerkstoffen. Dabei beträgt die Bruchdehnung bis zu 20 %. Auch der hohe E-Modul von bis zu 100 Gpa ermöglicht, Bauteilgewicht zu sparen. Diese Steigerungen von ca. 40% gegenüber konventionellem Aluminium erlauben häufig den Ersatz von Stahl oder Titan.

Der hohe Anteil an primär ausgeschiedenem Silizium bewirkt eine naturharte Oberfläche, die ohne Beschichtung verschleißfest ist. Diese Eigenschaft bewährt sich bei Zylinderlaufbuchsen und in vielen hydraulischen Systemen. Leichtbaukomponenten aus DISPAL® kommen auch da zum Einsatz, wo hohe Präzision gefordert ist. Es werden neue Perspektiven im Motorenbau eröffnet, z.B. für die thermisch hoch belasteten Kolben. DISPAL® ist zum Dauereinsatz bis 350ºC geeignet.

PEAK setzt die pulvermetallurgischen Herstellverfahren in Großserie um und ist der weltgrößte Hersteller sprühkompaktierter Aluminiumwerkstoffe. PEAK bietet auch Weiterverarbeitung bzw. Lieferung von Fertigteilen und Systemen an. Daneben stehen stranggepresste Halbzeuge zur Verfügung, die spanend oder spanlos weiterverarbeitet werden können.

Kontakt:
Herr Dipl.-Ing. Martin Schwagereit
Tel.: 02053 95-13 30
Fax: 02053 95 18 44
martin.schwagereit@peak-werkstoff.de

PEAK Werkstoff GmbH
Siebeneicker Str. 235
D-42553 Velbert/Neviges

Ansprechpartner für Medien

NeMa

Weitere Informationen:

http://www.erbsloeh.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Materialwissenschaften

Die Materialwissenschaft bezeichnet eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung – d. h. der Entwicklung, der Herstellung und Verarbeitung – von Materialien und Werkstoffen beschäftigt. Biologische oder medizinische Facetten gewinnen in der modernen Ausrichtung zunehmend an Gewicht.

Der innovations report bietet Ihnen hierzu interessante Artikel über die Materialentwicklung und deren Anwendungen, sowie über die Struktur und Eigenschaften neuer Werkstoffe.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Wann Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen

Neue Klassifizierung von Vulkanen identifiziert Schlüsselmechanismen für Ausbrüche und die Beeinflussung durch Erdbeben und hilft bei künftigen Überwachungsstrategien. Vulkanausbrüche können von Erdbeben ausgelöst werden. Allerdings ist dies vergleichsweise selten der…

Neue Gliazellen im Gehirn entdeckt

Möglicher Hinweis für Gehirnreparatur… Neuronen sind Nervenzellen im Gehirn, die zentral für die Gehirnfunktion sind. Neuste Forschung lässt jedoch vermuten, dass auch Gliazellen, die lange Zeit als Stützzellen galten, eine…

Was bei Alzheimer in den Hirnzellen passiert

Neben Plaques, die sich außerhalb von Nervenzellen im Gehirn sammeln, zeichnet sich die Alzheimer-Erkrankung auch durch Veränderungen innerhalb dieser Zellen aus. Was genau sich dort abspielt, haben Forschende aus der…

Partner & Förderer