Laserschweißen und Fräsen mit einer Maschine

„Wir haben alle Verfahrensschritte auf der Basis einheitlicher CAD- und NC-Daten verknüpft und in einer Maschine bei einer Werkstückaufspannung realisiert“, erläutert Dr.-Ing. Steffen Nowotny vom IWS in Dresden. Das Fünf-Achs-CNC-Fräszentrum eignet sich für Reparaturarbeiten von Formeneinsätzen in der Kunststoffproduktion oder für die Bearbeitung filigraner Oberflächen und Funktionsschichten von metallischen Bauteilen.

Beschädigte Präzisionswerkzeuge wandern nicht in den Müllcontainer, sondern zurück auf die Fräsbank und werden dort für einen neuerlichen Einsatz mittels Laser und Fräse aufgearbeitet – das ist kostengünstig und verringert den Aufwand für den Werkzeugbau.

Die Laser-Fräskombination erlaubt auch die kosteneffiziente Herstellung komplexer Formelemente und metallischer Bauteile direkt aus einem 3D-CAD-Modell. Der hohe Automatisierungsgrad und die Multitasking-Fähigkeiten der Maschinenanlage sind beispielsweise für das Instandsetzen von Triebwerken und im Automobilbau ein großer Vorteil: „Die Software verkettet alle Teilprozesse. Das erleichtert und beschleunigt die Maschinenprogrammierung“, sagt Nowotny.

Bei der Komplettbearbeitung verbessern sich die Prozesse deutlich, da die Maschinensteuerung den Laserkopf als gleichberechtigtes Werkzeug neben der Frässpindel verwendet. Der schnelle und unkomplizierte Wechsel zwischen Fräsen und Lasern erhöht die Flexibilität der Werkzeugmaschine und bietet alle Leistungsmerkmale für zeitsparendes Fertigen.

Das Fraunhofer IWS auf der Euromold 2008: Halle 8, Stand L113

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Jürgen Schreier MM MaschinenMarkt

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