Neue Drahterodiermaschinen von Mitsubishi

In die neue Steuerung sind unter anderem die komplette Maschinendokumentation sowie Wartungsanleitungen für die Drahterodiermaschinen integriert. Wir befragten dazu Hans-Jürgen Pelzers, Vertriebsleiter Europa Mechtronics EDM der Mitsubishi Electric Europe B.V.

MM: Was ist das Besondere der neuen Drahterodiermaschine?

Pelzers: Wir tragen den Anforderungen des Marktes Rechnung und gehen – natürlich – noch einen Schritt weiter. Mit der Implementierung unserer neuen Steuerung M700-Advance wird die Handhabung der Maschinen nochmals vereinfacht: Die Bedienerführung erfolgt intuitiv. Dies gelingt nicht zuletzt durch die jahrzehntelange Erfahrung und stetige Weiterentwicklung der CNC-Technik und Steuerungsadaption im eigenen Hause. Integriert wurde in die CNC das eigene 3D-CAD/CAM-System CAM-Magic.

MM: Was bringt das für Vorteile?

Pelzers: Dadurch kann nun der neue Power Master 3D (Power Master der fünften Generation) direkt auf 3D-Daten zurückgreifen und somit strategisch vorausdenken, die Maschine stellt sich auf veränderte Bedingungen bereits ein, wenn diese erst im nächsten Moment eintreten. Dies führt zu weiter gesteigerter Prozesssicherheit und nochmals reduzierten Oberflächenmarkierungen bei Höhensprüngen im Schneidweg.

Neue Schaltkreise im Generator verbessern speziell bei unserem Hochleistungsgenerator V500 die Parallelität am Werkstück signifikant. Die Adaption des Fein-schlichtgenerators D-FS macht nun die Erzeugung von feinsten Oberflächengüten im Bereich kleiner 0,1 µm selbst bei unseren Standardmaschinen möglich.

MM: Was versprechen Sie sich vom Messeauftritt auf der EMO Hannover 2007?

Pelzers: Unsere neue FA-Advance-Baureihe wird auf der EMO erstmalig in Europa vorgestellt. Dass wir uns davon in erster Linie einen weiteren Push im Auftragseingang erwarten, dürfte klar sein. Nach einer Steigerung unseres Umsatzes in Europa um 18% im letzten Geschäftsjahr erwarten wir mit der Vorstellung der neuen Produkte auf der EMO ein erneutes Wachstum um etwa 12%.

Natürlich ist die EMO zum einen die Messe, bei der wir uns als umfassender Lieferant für Erodiersysteme zum anderen aber auch für alle Produkte der „Factory Automation“ präsentieren – hier erwarten wir natürlich in erster Linie eine stärkere Wahrnehmung unseres Unternehmens seitens der potenziellen Kundschaft in ganz Europa.

MM: Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche Lage?

Pelzers: Die allgemeine Wirtschaftslage in Europa trägt heute maßgeblich dazu bei, dass auch im Werkzeug- und Formenbau – eine der am schwersten getroffenen Branchen in den vergangenen Jahren – wieder mehr Optimismus herrscht. Allerdings ist die Ertragslage bei den meisten Unternehmen dieser Branchen leider immer noch nicht zufrieden stellend.

Der Preisdruck wird hier in heftigster Form auf dem Rücken der Know-how-trächtigen Unternehmen des Mittelstands ausgefochten. Preis in Relation zu Leistung scheint nicht mehr der Schlüssel zu sein. Hier ist sicherlich ein Umdenken in erster Linie innerhalb der Automobilindustrie gefordert.

MM: Wie können Sie Ihren Kunden dabei helfen?

Pelzers: Wir versuchen, unsere Kundschaft mit eben den wesentlichen Techniken in der Weise zu unterstützen, dass sie Kosten senken und so dem Preisdruck nicht nur durch geringere Margen gerecht werden können, sondern auch durch Maschinen, die eine wirtschaftlichere Fertigung erlauben. Dass wir daraus ableiten, dass unsere neuen Drahterodiersysteme der FA-Advance-Baureihe noch besseren Absatz finden als die bewährten und als äußerst produktiv und zuverlässig bekannten Vorgängermodelle, dürfte klar sein.

Media Contact

Reinhold Schäfer MM MaschinenMarkt

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