Thyssen-Krupp Steel und JFE entwickeln neuen höchstfesten Stahl

Daher sind die Umformeigenschaften des gemeinsam entwickelten Stahls besser. Erste Bauteile wurde bereits hergestellt.Sie bestätigen nach Angaben von Thyssen-Krup Steel die Vorteile des neuen Stahls. Beide Stahlerzeuger haben ein gemeinsames Patent für diesen Werkstoff mit der Bezeichnung TP-N68/78 angemeldet.

Seit dem Jahr 2002 arbeiten Thyssen-Krupp Steel und JFE im Rahmen eines Kooperationsvertrages zusammen. Bislang haben beide Stahlerzeuger unter anderem gemeinsame Spezifikationen für hochfeste Stähle für die Automobilindustrie festgelegt und einen gegenseitigen Lizenzvertrag für die Stahlgüten CP (Complexphasenstahl) von Thyssen-Krupp Steel und Nano Hiten von JFE geschlossen. Die Vereinbarung ermöglicht, dass beide jeweils auch den Werkstoff des Partners fertigen.

Endgültige Festigkeit des höchstfesten Stahls während der Verarbeitung

Grund für die hohe Festigkeit des nun gemeinsam entwickelten Stahls bei guter Umformbarkeit ist eine bainitisch-ferritische Gefügestruktur mit eingelagerten Restaustenitanteilen in Kombination mit Ausscheidungen im Nanometerbereich. Beim Umformen wandeln sich die Austenitanteile in harten Martensit um, so dass der Stahl die endgültige Festigkeit erst bei der Verarbeitung zum fertigen Bauteil erreicht.

Um diese Eigenschaftskombination zu erzielen, habe man ein neues Legierungskonzept entwickelt. Außerdem sei man in der Temperaturführung beim Warmwalzen und Abkühlen des Stahls „neue Wege“ gegangen.

Der höchstfeste Stahl kann als Warmband oder auf Wunsch mit Oberflächenveredelung hergestellt werden. Anwendungen werden insbesondere bei crashrelevanten Strukturteilen der Automobilkarosserie gesehen. Weitere gemeinsame Werkstoffentwicklungen in Sachen hochfeste Stähle sollen folgen.

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Josef-Martin Kraus MM MaschinenMarkt

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