Podcasts sind im Kommen

In Vorlesungen wird üblicherweise ein Sachverhalt mit Folien visualisiert und mit Worten erklärt. Bilder und Sprache lassen sich aufnehmen, digitalisieren und moderne Computer und Internetverbindungen sind leistungsfähig genug, diese Audio- und Videodokumente zu speichern, sie wiederzugeben und weiterzuleiten.

An amerikanischen Universitäten sind Podcasts in der Lehre verbreiteter als in Deutschland, aber auch hier sind die Vorlesungen aus dem Internet im Kommen. Simon Fietze und Lars-Helge Rüter sind an der Universität Flensburg für die Podcast-Technik verantwortlich. Die ersten Podcasts, so Fietze, gab es an der Universität Flensburg im vergangenen Wintersemester 06/07. Die Fachhochschule Flensburg – seit dem Sommersemester 2006 dabei – unterstützte mit ihren Erfahrungen beim Aufbau der Technik.

Die einzelnen Podcasts zu den Vorlesungen können sich Studierende von einem Server der Universität herunterladen, wenn sie das notwendige Passwort kennen. Was sie brauchen ist ein Rechner und eine kostenlose Software, die auch dafür sorgt, dass man immer die aktuellsten Vorlesungen erhält.

Lena Jepsen, Studentin am IIM und Podcast-Konsumentin der ersten Stunde, ist von der neuen Technik überzeugt, denn für sie bieten Podcasts Vorteile. Einer ist: Die Studierenden im Hörsaal konzentrieren sich auf das Verstehen und nicht auf das Mitschreiben. Für Jepsen ersetzt ein Podcast die eigene Anwesendheit in der Vorlesung nicht. Wer krank ist, so Lena Jepsen, war bis 2006 generell auf die Aufzeichnungen der Kommilitoninnen und Kommilitonen angewiesen. Doch die können lücken- und fehlerhaft sein. Mit den Podcasts habe sie nun die Möglichkeit, eventuell Versäumtes auf hohem Niveau nachzuholen, sagt sie. Ein weiterer Vorteil: Was man in der Vorlesung noch nicht verstanden hat, wird in der digitalen Wiederholung oft verständlich.

Mittlerweile bieten fünf Professoren Podcasts ihrer Vorlesungen an. Aber auch in Zukunft werden sie reale Professorinnen und Professoren nicht ersetzen, da ist sich Prof. Dr. Martin Spieß vom IIM sicher. Zwar werde die Spontanität in der Vorlesung eingeschränkt und Podcasts setzten einem in der Lehre einen engeren Rahmen, doch unterstützten die Internet-Vorlesungen die Lehre in einem besonderen Maß. Sie sind für Prof. Dr. Martin Spieß eine sinnvolle Ergänzung.

Kontakt:

Simon Fietze, Internationales Institut für Management, Universität Flensburg, Tel: 0461 805 2551, E-Mail: fietze@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Flensburg, Tel.: 0461 – 14 44 916, E-mail: presse@uni-flensburg.de Titel

Media Contact

Dr. Helge Möller idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-flensburg.de/

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