Auf dem Weg zum mobilen Internet

Die steigende Zahl der Mobilfunknutzer führte zur Entwicklung neuer kabelloser und mobiler Infrastrukturen in Bezug auf das Internet und zur Eröffnung neuer Geschäftsmöglichkeiten. Das Projekt MOBY DICK konzentrierte sich auf die Bereitstellung eines nahtlosen Zugangs zu Internetdiensten mit gesteigerter Flexibilität, welcher Authentifizierung, Sicherheit und Dienstgüte (QoS – Quality of Service) bietet.

Das Projekt MOBY DICK umfasste die Definition, Implementierung und Bewertung einer IPv6-basierten, mobilitätsfähigen End-to-End-QoS-Architektur. Dies wurde durch die Integration gegenwärtiger QoS-Modelle, Mobile-IPv6 und einen AAA-Rahmen (Authentification, Authorisation and Accounting) in einer heterogenen Zugangsumgebung erreicht. Ein Teil der Projektarbeit umfasste die Spezifizierung, Implementierung und Prüfung einer neuen IP-Paging-Architektur.

Eines der Hauptprobleme in Hinblick auf das IP von Mobiltelefonen ist die Notwendigkeit, den Standpunkt des mobilen Endgerätes beim Wechsel der Standorte auf effektivste Weise zu aktualisieren. Da zahlreiche Mobilfunkgeräte nur für einen kurzen Zeitraum aktiv kommunizieren, ist der Signalisierungsaufwand zum Beibehalten des genauen Standpunktes innerhalb des Netzes maßgeblich. Neben dieser Ineffizienz bezüglich der Kosten sind auch die Batterieleistung bzw. der Energieverbrauch eine wichtige Frage, die es zu berücksichtigen gilt.

Als Reaktion auf dieses Bedürfnis verbindet sich der neu entwickelte IP-Paging-Mechanismus mit der Mobile-IPv6-Plattform auf modulare Art, ohne sich davon abhängig zu machen und ohne bestehende Architektur- und Protokollkomponenten auszutauschen. Die Protokoll-Nachrichtenparameter wurden definiert, um die Integration und den Betrieb mit der Projekt-Plattform und den damit verbundenen Zugangstechnologien wie IEEE802.3, IEEE802.11 und TD-CDMA zu ermöglichen.

Auf der Basis eines speziellen Paging Agent Knotens wurden Prototypen von Paging-Komponenten entwickelt. Diese beinhalten Paging-begleitende Module, die in individuelle Zugangs-Router integriert sind, sowie ein Paging-Modul für die Mobilstation. Letzteres bietet die Synchronisation mit anderen Funktionen wie Registrierung oder Abfrage zugangsbezogener Informationen.

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Marco Liebsch ctm

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