Online vor Print bei US-Werbeausgaben

Ab 2008 sollen Printmedien das Nachsehen haben

Im Jahr 2008 wird Online-Werbung Print-Anzeigen überholt haben, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf eine Erhebung von Jupiter Research. Ein Jahr davor sollen die Ausgaben für beide Segmente bereits gleichauf liegen. Ein Grund dafür sei die Entwicklung der Werbung im Online-Bereich, die zielgruppenspezifischer und ansprechender geworden sei, so Experten. Auch die steigende Verbreitung von Breitband-Anschlüssen sei hierfür ausschlaggebend. Zu Online-Werbung werden bezahlte Anzeigen auf Websites, Online-Services und interaktive Medien – wie Instant Messaging und E-Mails – gezählt.

Die Erhebung zeichnet ein Bild über die Verteilung der Werbeausgaben, wo der Online-Bereich entscheidend zulegen wird. Jupiter Research sagt für dieses Jahr Online-Ausgaben in der Höhe von 8,4 Mrd. Dollar und 12,2 Mrd. für den Printbereich vorher. Für das Jahr 2007 ist der Gleichstand von Internet und Print bei 13,8 Mrd. Dollar prognostiziert. Im Jahr 2008 sollen die Ausgaben für Online-Werbung dann mit 15, Mrd. Dollar um 0,5 Mrd. über den Print-Ausgaben liegen.

Der Report wird die laufende Debatte, ob Print-Formate ein adäquates Anzeigen-Medium sind, erneut anheizen. Die Anzeigenschaltungen in diesem Segment sind seit 2000 stetig zurückgegangen. In diesem Jahr wurde noch eine Zuwachsrate von 9,8 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. 2001 gingen die Anzeigen dann um 11,6 Prozent zurück und 2002 um 3,05 Prozent. Vergangenes Jahr belief sich der Rückgang nur mehr auf 0,6 Prozent. In der ersten Hälfte dieses Jahres gab es einen erstmaligen Anstieg der Print-Werbespendings um 0,7 Prozent.

Media-Einkäufer und Herausgeber sind sich jedoch nicht einig, ob Online-Werbung dem Print-Segment das Wasser abgräbt. Online-Einschaltungen würden zusätzlich gebucht werden und andere nicht ersetzen. Beide Medien würde sich außerdem ergänzen: Eines ermögliche schnelle Information und das andere stehe für umfangreichere Hintergrundinformationen.

Media Contact

Franz Ramerstorfer pressetext.austria

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