BMBF-Förderung: Eine Million Euro für "TUCnet"

"TUCnet"-Koordinator Dr. Olaf Gierhake (links) und der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Günther Grünthal, freuen sich über die Förderzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. (Foto: TU Chemnitz)

Unternehmer-Netzwerk der TU Chemnitz siegt im EXIST-Transfer-Wettbewerb

Das von der TU Chemnitz initiierte Unternehmer-Netzwerk „TUCnet“ wird in den nächsten drei Jahren mit rund einer Million Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziell unterstützt. Gestern erhielt „TUCnet“ als Sieger des bundesweiten EXIST-Transfer-Wettbewerbes eine Förderzusage und konnte sich damit gegen rund 50 Mitbewerber durchsetzen.

„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, zeigt er doch einmal mehr, dass wir in Chemnitz in Sachen Technologietransfer und Gründerförderung auf dem richtigen Weg sind“, sagte der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Günther Grünthal, nach Bekanntgabe der Entscheidung. Ziel des Unternehmer-Netzwerkes „TUCnet“ ist es, Firmengründungen aus dem Umfeld der Chemnitzer Universität, der Fachhochschulen Zwickau und Mittweida sowie anwendungsorientierter Forschungseinrichtungen zu stimulieren und beratend zu begleiten. Zu diesem Zweck werden Anlaufstellen direkt bei den beteiligten Hochschulen eingerichtet, um eine bestmögliche Betreuung und kurze Wege zu gewährleisten.

Das neue Gründernetzwerk „TUCnet“ will das bereits vorhandene Beratungsangebot für Jungunternehmer nicht ersetzen, im Gegenteil: „Wir verstehen uns als Mittler, der auf die regionalen Beratungsangebote verweist und ergänzt, wo es nötig ist“, erläutert Dr. Olaf Gierhake, der den Antrag für „TUCnet“ ausgearbeitet hat und ihn im Beisein des Rektors vor dem Entscheidungsgremium in Berlin erfolgreich präsentieren konnte. „Auf diese Weise begleiten wir die Gründung und die ersten Jahre eines jungen Technologieunternehmens eher als Partner und weniger als Berater“, so Dr. Gierhake, der selbst bereits eine Reihe von Unternehmen gegründet und erfolgreich aufgebaut hat und derzeit die im Wiederbesetzungs-Verfahren befindliche „Gründer-Professur“ der TU Chemnitz vertritt.

Ein erstes Spin Off-Unternehmen von „TUCnet“ hat sich schon formiert. Es heißt „audimax management consulting group“ (AMCG) und wurde von sieben Chemnitzer Studenten verschiedener Fachrichtungen gegründet. Gemeinsam mit „TUCnet“-Koordinator Dr. Gierhake bemühen sich die AMCG-Mitstreiter in Zukunft um Beratungsaufträge in der lokalen Wirtschaft, die sie in interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen bearbeiten werden.

Nach der Förderzusage durch das Bundesministerium geht für „TUCnet“ nun die Arbeit in den nächsten Monaten richtig los. Interessenten aus Südwestsachsen, die sich als potenzielle Mitarbeiter, Gründer, Unternehmer, Sponsoren und Kooperationspartner an „TUCnet“ beteiligen wollen, können sich direkt an Dr. Gierhake unter olaf.gierhake@web.de wenden.
Auch der Postweg ist möglich:
Technische Universität Chemnitz
Dekanat der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Dr. Olaf Gierhake (TUCnet)
09107 Chemnitz
Telefon (01 72) 256 13 410 oder
per E-Mail olaf.gierhake@web.de

Media Contact

Alexander Friebel idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung

Aktuelle Meldungen und Entwicklungen aus fächer- und disziplinenübergreifender Forschung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Mikrosystemforschung, Emotionsforschung, Zukunftsforschung und Stratosphärenforschung.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Verstärktes Signal und extrem empfindlich: Leichten Dunkle Materieteilchen auf der Spur

Neue Technik der Kernmagnetischen Resonanz um fünf Größenordnungen empfindlicher. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Exzellenzclusters PRISMA+ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Helmholtz-Instituts Mainz (HIM) hat eine Labor-Methode…

Osteoporose frühzeitig mit Ultraschall erkennen

Kieler Forschungsteam erhält Bundesförderung zur Entwicklung eines neuartigen Ultraschallgeräts. Osteoporose, auch als „Knochenschwund“ bezeichnet, zählt zu den häufigsten und teuersten Volkskrankheiten weltweit und erhöht das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden….

Jungkorallen geben Einblick in die Erholung nach Korallenbleiche

Wie sich Riffe von Korallenbleichen erholen, kann die Anzahl an Jungkorallen verraten. Das zeigt eine neue Studie der Universität Bremen, die kürzlich in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht wurde. Die…

Partner & Förderer