Strom legt Fußballrasen trocken

Elektrodennetz unter Spielfeld für schnelleren Wasserabfluss

Wissenschaftler der University of Newcastle upon Tyne wollen zu herkömmlichen Drainagen auf Fußballfeldern das Wasser mit einem Elektrodennetz, durch das ein schwacher Strom fließt, rascher abfließen lassen. Wie die Forscher im Fachmagazin New Scientist berichten soll dafür rund einen halben Meter unter dem Spielfeld ein Drahtnetz gelegt werden.

Die Kabel, so die Wissenschaftler sind mit einer Plastikschicht ummantelt. Das zweite Netz wird unmittelbar unter der Grasnarbe bezogen. Legt man eine Spannung zwischen den Elektroden-Netzen an, werden positive Ionen aus dem Regenwasser zum tieferen Netz geleitet und ziehen in der Folge Wassermoleküle mit sich. Gelangt das Regenwasser an der tieferen Elektrode an, kann es entlang der Plastikummantelung an den Rand des Spielfeldes geleitet werden. Als Vorteil sehen die Entwickler, dass während des Spiels der Rasen nicht aufgeweicht wird. In welchem Stadion das trocknende Elektrodennetz erstmals Einsatz finden wird, ist noch nicht geklärt.

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Sandra Standhartinger pte.monitor

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