Jürgen Trittin startet neuen Forschungsschwerpunkt

BMU fördert Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien mit 30 Millionen Euro

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat heute in Berlin einen neuen Forschungsschwerpunkt zur weiteren Entwicklung der erneuerbaren Energien vorgestellt. Dafür stehen insgesamt rund 30 Millionen Euro bis 2003 bereit.
Jürgen Trittin: „Die Nutzung der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein in der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende. Wir haben nicht nur den Atomausstieg rechtsverbindlich umgesetzt, sondern stellen auch mit dem kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien die Energieversorgung auf eine zukunftsfähige Basis. Die erneuerbaren Energien schützen wirksam das Klima und sind ein Motor für Wachstum und Beschäftigung. Der neue Schwerpunkt soll einen weiteren Innovationsschub bewirken.“

Die 30 Millionen Euro, die aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung stammen, stehen für die Bereiche solarthermische Kraftwerke, geothermische Stromerzeugung sowie ökologische Begleitforschung in den Sparten Windenergienutzung auf See, Biomassenutzung und Brennstoffzellen zur Verfügung. Mit dem Geld fördert das Bundesumweltministerium 20 Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die aus 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt wurden. Eine Übersicht über die Projekte wird auf der zweitägigen Fachtagung im Bundesumweltministerium präsentiert. Die Betreuung der Vorhaben übernehmen der Projektträger Jülich (PTJ) sowie – für den Teil solarthermische Stromerzeugung – die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Ziel der Bundesregierung ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien von 6,25 Prozent im Jahr 2000 auf 12,5 Prozent bis 2010 zu verdoppeln. Eine Vorreiterrolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien hat die Windenergie, deren Kapazitäten von rund 2700 Megawatt (MW) Ende 1998 auf derzeit 8750 MW erhöht wurden. Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es rund 100.000 Arbeitsplätze, davon allein 35.000 in der Windenergie.

In der näheren Zukunft hat die Windenergie — neben der Biomasse — die größten Wachstumspotenziale. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Windenergienutzung auf See (Offshore) zu. Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der Startphase bis 2006 mindestens 500 MW Leistung auf See gebaut werden können, bis 2010 ca. 2.000 bis 3.000 MW und langfristig (2025 bis 2030) rund 25.000 bis 30.000 MW Windkraftleistung. Gemessen am heutigen Stromverbrauch würde dann ein Viertel umweltfreundlich von Windrädern an Land und auf See erzeugt werden. Ein ähnliches Potenzial wie die Windenergie hat die Biomasse, allerdings mit einer zeitlichen Verzögerung von rund zehn Jahren. Die anderen Sparten der erneuerbaren Energien dürfen dabei nicht vernachlässigt werden. Vor allem die Strom- und Wärmegewinnung durch Nutzung der Solarenergie und der Erdwärme (Geothermie). Forschung und Entwicklung versprechen hier große Innovationsschritte.

Mit Blick auf die geplante Fortführung des Zukunftsinvestitionsprogramms bis 2006 sagte Trittin: „Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Bundesumweltministeriums im Bereich der erneuerbaren Energien auch nach 2003 in der jetzigen Größenordnung fortgesetzt werden können.“

Media Contact

Michael Schroeren BMU Pressedienst

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