Kunststoff-Kompetenzzentrum stärkt Uni und Region

Einen enorme Stärkung der Kunststofftechnik erfährt die Montanuniversität Leoben mit dem kommenden Kompetenzzentrum für Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Der Bund fördert das Zentrum mit 5 Millionen Euro.

„Für die Montanuniversität Leoben, aber besonders auch für die Region Obersteiermark wird das Kunststofftechnik-Kompetenzzentrum eine immense Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bringen“, ist Professor Reinhold Lang, Motor des Projektes und Vorstand des Institutes für Werkstoffkunde und -prüfung der Kunststoffe der österreichischen Montanuni, überzeugt. Das „Polymer Competence Center“ (PCC) wird 14 Forschungsinstitute der Montanuniversität, der TU Graz, der Uni Linz, der Joanneum Research und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit der einschlägigen Wirtschaft vernetzen.

Geballte Forschungskapazität im Kunststoffbereich

Diese geballte Forschungskapazität im Kunststoffbereich hat sich zum Ziel gesetzt, eigenschaftsoptimierte Kunststoffe, Funktionswerkstoffe für technische Anwendungen sowie neue Bauteile und Werkzeuge zu entwickeln. Dabei geht es um die Verkürzung von Produktionswegen und die Erhöhung der Funktionalität und Lebensdauer verschiedener Produkte. Gerade für die Schlüsseltechnologien der Zukunft (Mikrotechnik, Elektronik, Informationstechnologie) sollen verbesserte Technologien für die Herstellung und Anwendung von Kunststoffen entwickelt werden. Dies kommt, so Professor Lang, „vor allem klein- und mittelständischen Unternehmen bei der Lösung kunststofftechnischer Probleme“ zugute. Als übergeordnetes Ziel will man aber auch einen Beitrag zum Schutz der Umwelt im Sinne einer nachhaltigen zukunftsfähigen Entwicklung leisten. Neben der anwendungsorientierten Forschung steht die Ausbildung von wissenschaftlich-technischem Personal und eines qualifizierten Führungsnachwuchses ebenso im Vordergrund.

Das geplante Budget wird jährlich zwischen 3 bis 4 Millionen Euro betragen. Das österreichische Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wird das PCC mit 5 Millionen Euro für vier Jahre fördern. Die Länder Steiermark und Oberösterreich sowie die Partner-Unternehmen werden für den Restbetrag aufkommen. Unter den 39 Unternehmen finden sich Betriebe wie Borealis, FACC, AT&S, Dow, Isovolta, Semperit, Steyr Daimler Puch Fahrzeugtechnik, Lenzing Plastics und IB Steiner.

Hochqualifizierte Arbeitsplätze

Das Kunststoff-Kompetenzzentrum wird auch viele neue Arbeitsplätze schaffen. Professor Lang rechnet mit „35 bis 45 Arbeitsstellen von hoher wissenschaftlich-technischer Qualifikation, die bevorzugt auch für Diplomarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften vergeben werden“. Die tragende Rolle beim PCC übernimmt die Montanuniversität Leoben mit der Studienrichtung Kunststofftechnik. Das PCC wird vor allem die materialwissenschaftliche Kompetenz der Montanuniversität nachhaltig stärken.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Reinhold W. Lang, Institut für Werkstoffkunde und -prüfung der Kunststoffe, Tel. +43 3842 402-480, E-Mail: lang@unileoben.ac.at

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Mag. Thomas Winkler idw

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