Neue interdisziplinäre DFG-Forschergruppe an der LMU: Kulturwissenschaftler untersuchen Konzepte von Anfängen in der Moderne

An der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München beschäftigt sich eine interdisziplinäre Forschergruppe mit der Faszination, die von Ursprüngen und Anfängen ausgeht. In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Anfänge (in) der Moderne: Theoretische Konzepte, literarische Figurationen, historische Konstruktionen“ soll insbesondere die These von der progressiven Entzauberung oder Entmythisierung der Welt in der Moderne kritisch reflektiert werden.

Zur offiziellen Aufnahme ihrer Forschungstätigkeit laden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer

Eröffnungsveranstaltung
am Mittwoch, den 24. Mai, um 19:15 Uhr
in den Senatssaal, Geschwister-Scholl-Platz 1,

ein.

Nach der Begrüßung durch den Dekan der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften, Professor Andreas Höfele, und durch die Sprecherin der Forschergruppe, Professor Inka Mülder-Bach, Institut für Deutsche Philologie der LMU, hält Professor Albrecht Koschorke von der Universität Konstanz den Eröffnungsvortrag zum Thema „Unvordenkliche Nachträglichkeit. Über Zeitschleifen in Anfangserzählungen“.

Ziel der interdisziplinären Forschergruppe ist es, Prozesse der Moderne über die Denkfigur des Anfangs neu in den Blick zu nehmen. Erforscht werden sollen Anfangskonstruktionen auf der Ebene von kulturellen Diskursen, Genres und Texten in den letzten drei Jahrhunderten, mit exemplarischen Ausgriffen in die Vormoderne und die Antike. Zum einen soll untersucht werden, über welche Konzepte, Semantiken und Verfahren diese Anfänge modelliert werden und welche Funktionen ihnen zukommen. Zum anderen will die Gruppe klären, welche Rolle Anfangskonstruktionen im Rahmen von Selbstbeschreibungen der Moderne spielen.

Beteiligt an der Forschergruppe sind neben den neueren Literaturwissenschaften (Deutsche Philologie, Englische Philologie, Komparatistik, Nordische Philologie, Romanische Philologie, Slavische Philologie) die Fächer Klassische Philologie, Systematische Theologie und Philosophie. Neben der gemeinsamen wissenschaftlichen Arbeit, in die auch auswärtige Kooperationspartner eingebunden sind, werden die Forscherinnen und Forscher Gastvorträge, Workshops und Symposien veranstalten, die sich auch an eine breitere Öffentlichkeit richten.

Kontakt:
Prof. Dr. Inka Mülder-Bach
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstr. 3
80799 München
Tel.: 089 / 2180-3375
E-Mail: muelder-bach@germanistik.uni-muenchen.de

Dr. Eckhard Schumacher
Wissenschaftlicher Koordinator
E-Mail: eckhard.schumacher@germanistik.uni-muenchen.de

Ansprechpartner für Medien

Luise Dirscherl idw

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