UNITE vereint internationale Teams zu gemeinsamer Arbeit

Zukünftig können weltweit verteilte Teams bequem, sicher und effektiv über das Internet zusammen arbeiten. Das ermöglicht das Projekt UNITE („Ubiquitous and Integrated Teamwork Environment“), an dem das Fraunhofer-Institut für Sichere Telekooperation (Fraunhofer-SIT) sowie weitere sieben Partner aus Industrie und Forschung beteiligt sind. Die EU unterstützt diese Entwicklung mit 4,5 Millionen Dollar.
Immer mehr Großfirmen reagieren auf neue Herausforderungen mit der Bildung von „dynamischen Teams“, die rasch aus Experten zusammen gestellt werden und das Problem in kürzest möglicher Frist lösen sollen. Freilich sind die dafür verfügbaren Fachleute meist über mehrere Standorte verteilt und dort jeweils in weitere Aufgaben eingebunden. Sie müssen ihre Teamarbeit daher mit Hilfe von Telekommunikationstechnik erledigen. Herkömmliche Mittel wie Telefon, Fax, E-Mail und Videokonferenzen erwiesen sich dabei als recht umständlich und sind zudem nicht abhörsicher.
An einem UNITE-Arbeitsplatz dagegen ist jedes Teammitglied, das sich eingeloggt hat, nur einen Mausklick entfernt. Dabei ist es egal, wo auf der Erde es sich tatsächlich gerade aufhält – im Büro, in einem Hotelzimmer, zu Hause oder auch im Auto. Jeder kann jederzeit erkennen, wer gerade für Gespräche erreichbar ist, wo ein virtuelles Meeting stattfindet und wer zwar erreichbar ist, aber nur im Notfall angesprochen werden möchte. Natürlich sind auch alle freigegebenen Daten und Dokumente für jedes Teammitglied verfügbar und können jederzeit eingesehen, in kleiner Runde diskutiert oder auch verändert werden. Kommunikation mit einem anderen Teammitglied, Teamkonferenzen oder auch Kommunikation mit der Außenwelt ist dank der UNITE-Arbeitsumgebung jederzeit auf Knopfdruck möglich. Die für solche Interaktionen nötige Technik läuft dabei weitgehend unbemerkt im Hintergrund ab.
Die UNITE-Kooperationsplattform ist so angelegt, dass sie eine Vielzahl von gegenwärtigen und zukünftigen Geräten und Softwarelösungen unterstützt und die bereits an den Arbeitsplätzen vorhandene Ausstattung nutzt. Vor allem enthält sie umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen. Sie geben nur einwandfrei authentifizierten Personen den Zugang zum Team frei und sorgen dafür, dass der gesamte Datenverkehr – obwohl er über das offene und unsichere Internet abläuft – vor dem Ausspähen und vor Manipulationen zuverlässig geschützt ist.
Das UNITE-Konsortium wird von IBM Frankreich (Projektmanagement) und Fraunhofer-SIT (Technische Leitung) in Darmstadt angeführt. Außerdem sind das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart, die Universtät von Coventry, das IBM-Forschungslabor in Haifa (Israel) und die Firmen Penta Scope (Niederlande), ADETTI (Portugal) und Steria (Frankreich) beteiligt. Das UNITE-Projekt ist Teil des IST-Forschungs- und Entwicklungsprogramms der Europäischen Kommission, das von 1999 bis 2002 läuft.

Weitere Informationen gibt es von

Rolf Reinema, Fraunhofer-SIT, 
reinema@sit.fraunhofer.de

Tel. +49 6151 869 358
Fax +49 6151 869 224

Media Contact

Dr. Rainer Köthe idw

Weitere Informationen:

http://www.unite-project.org

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung

Aktuelle Meldungen und Entwicklungen aus fächer- und disziplinenübergreifender Forschung.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Mikrosystemforschung, Emotionsforschung, Zukunftsforschung und Stratosphärenforschung.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Die ungewisse Zukunft der Ozeane

Studie analysiert die Reaktion von Planktongemeinschaften auf erhöhtes Kohlendioxid Marine Nahrungsnetze und biogeochemische Kreisläufe reagieren sehr empfindlich auf die Zunahme von Kohlendioxid (CO2) – jedoch sind die Auswirkungen weitaus komplexer…

Neues Standardwerkzeug für die Mikrobiologie

Land Thüringen fördert neues System zur Raman-Spektroskopie an der Universität Jena Zu erfahren, was passiert, wenn Mikroorganismen untereinander oder mit höher entwickelten Lebewesen interagieren, kann für Menschen sehr wertvoll sein….

Hoher Schutzstatus zweier neu entdeckter Salamanderarten in Ecuador wünschenswert

Zwei neue Salamanderarten gehören seit Anfang Oktober 2020 zur Fauna Ecuadors welche aufgrund der dort fortschreitenden Lebensraumzerstörung bereits bedroht sind. Der Fund ist einem internationalen Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close