Synergien durch Kooperation: Unternehmen f-con richtet an der Universität Mainz ein Zyklotron ein

f-con errichtet Zyklotronkomplex mit einer Investitionssumme von acht Mio. DM/ Institut für Kernchemie wird diese Anlage für Forschungszwecke nutzen können


Das Unternehmen f-con und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Kernchemie, wollen bei der Forschung und Herstellung von Radiopharmaka in Zukunft zusammenarbeiten. Ziel dieser Kooperation ist es, durch eine optimale Nutzung des jeweiligen Know-hows sowie der Ressourcen die Herstellung und die Entwicklung von sowie die Forschung mit Radiopharmaka zu optimieren. Zu diesem Zweck wird das Unternehmen f-con einen Zyklotronkomplex mit radiochemischen Labors, Technikräumen mit einer Investitionssumme von acht Mio. DM auf dem Gelände der Universität errichten und betreiben. Das Institut für Kernchemie der Universität wird diese Anlage gleichzeitig für Forschungszwecke nutzen können. Auf diese Weise wird ein enger Transfer von Wissen zwischen den Partnern erreicht. Den Vertrag zur Errichtung des Zyklotrons haben jetzt der Präsident der Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Josef Reiter, und der Vorstand des Unternehmens f-con, Michael Wiblinger, in Anwesenheit des Kanzlers Götz Scholz, der Dekane der Fachbereiche Medizin und Chemie, Univ.-Prof. Dr. Reinhard Urban und Univ.-Prof. Dr. Herbert Meier sowie der Projektleiter, Univ.-Prof. Dr. Frank Rösch, unterzeichnet.

Die von f-con zu errichtende Anlage wird kurzlebige radioaktive Isotope produzieren, die als Grundlage für die Herstellung von Radiopharmaka dienen. Die Radiopharmaka werden insbesondere in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt. PET ist ein neues Diagnoseverfahren, mit dem beispielsweise pathologische Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden können.

Der Zyklotronkomplex dient sowohl der Patientenversorgung, beispielsweise in der Klinik für Nuklearmedizin des Klinikums als auch der Forschung im Interdisziplinären Arbeitskreis Positronen-Emissions-Tomographie (IAK PET-Forschung). Im IAK PET-Forschung, in dem seit 1997 mehr als 40 Vertreter aus vier Fachbereichen der Universität zusammenarbeiten, werden sowohl neue Radiopharmaka auf der Grundlage der im Zyklotron hergestellten kurzlebigen Positronenstrahlern entwickelt, als auch die Diagnosemöglichkeiten in vielen Bereichen erweitert.

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Petra Giegerich idw

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