BMBF startet größte Forschungsinitiative für Internet- und Softwaretechnik

Bulmahn: „Damit erschließen wir neue Märkte und führen die deutsche IT-Forschung an die Weltspitze“

Die Bundesregierung hat heute für 39 Kooperationsprojekte im Bereich Internet- und Softwaretechnik 123 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln freigegeben. Damit werden die Ausgaben im strategisch wichtigen Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik erheblich gesteigert. „Wir setzen mit dieser größten deutschen IT-Forschungsinitiative einen weiteren wichtigen Akzent bei der Neugestaltung und Stärkung der IuK-Forschung in Deutschland“, erklärte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn dazu heute in Berlin. Nach der erfolgreichen Fusion der Fraunhofer-Gesellschaft und mit dem GMD-Forschungszentrum zum größten IT-Forschungszentrum Europas geht es jetzt an die erfolgreiche Umsetzung von Forschungsprojekten im großen Stil. Junge Forscherinnen und Forscher erhalten so die Möglichkeit, an Zukunftsthemen im IT-Bereich zu arbeiten, um neue Märkte zu erschließen und letztlich nachhaltig neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Mit der Bewilligung der neuen Projekte erhalten die Institute die nötigen finanziellen Mittel, diese Zukunftsaufgaben zu gestalten.“

Bundesforschungsministerin Bulmahn wies darauf hin, dass damit wichtige Forschungseinrichtungen der IuK-Technik enger vernetzt und auf gemeinsame Forschungsfelder fokussiert werden würden. „Die unterschiedlichen Stärken der einzelnen Institute werden so gebündelt, um die deutsche IuK-Forschung an die Weltspitze zu führen“.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen Lösungen zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Internets. Dabei konzentrieren sich die Teilvorhaben im Wesentlichen auf folgende strategischen Aufgabenfelder:

IT-Sicherheit Mit dem Themenschwerpunkt IT-Sicherheit wird ein Aufgabenschwerpunkt aufgegriffen, der wesentlicher Schlüssel für den Erfolg der Nutzung zukünftiger IuK-Technologien ist. Die Entwicklung geeigneter biometrischer Identifikationsverfahren, sichere Übertragungstechnologien und die Ermöglichung von Anonymität im Netz sind hier wichtige geförderte Teilvorhaben.

Vernetzung mit dem Schwerpunkt Next-Generation-Internet Neue weltweite Standards werden benötigt, um z. B. die Übertragung in Echtzeit oder durchgängig in Fest- oder Mobilfunknetz zu ermöglichen. So wird z. B. eine Multimedia-Architektur (OMSA) entwickelt, bei der das weltweit führende Know-how dreier deutscher Forschungseinrichtungen gebündelt wird, um einen globalen offenen Standard zu definieren. Mit von der Partie ist z. B. das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen FhG-IIS, dem deutschen Erfinder des weltweiten MP3-Standards.

Simulation und virtuelles Engineering mit Hilfe der Softwaretechnik Im Verbund von FhG und ehemaliger GMD werden strategische Projekte zur Softwaretechnik aufgelegt. Mit deren Hilfe sollen u. a. Methoden und Werkzeuge der Computersimulation, der Visualisierung und der Virtuellen Realität, des verteilten Rechnens zu Entwicklungsumgebungen integriert werden. Damit wird ein interaktives und räumliches, zeitlich verteiltes Arbeiten am virtuellen Entwurfsobjekt möglich. Die Inhalte im Internet werden durch Visualisierung transparenter und anschaulicher, zunehmend auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger werden so die Vorteile des modernen Netzes nutzen können.

Innovative Anwendungen, insbesondere IuK-basierte Dienstleistungen Die schnelle und einfache Umsetzung von Geschäftsideen, die Einfachheit der Nutzung sind wichtige Parameter für den Erfolg. Die Konzentration auf Entwicklungsplattformen und nutzerfreundliche Interaktivität kennzeichnen die Projekte in diesem Aufgabenfeld. So werden z. B. moderne Techniken entwickelt, um Inhalte nutzergerecht aufzubereiten und um das Internet auch für behinderte Menschen nutzbar zu machen. Weitere Projekte werden die Nutzung des Internets durch verbesserte Sprach- oder Symboleingabe und durch die Visualisierung von Inhalten vereinfachen.

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Pressereferat (LS 13) Pressemitteilung

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