Chinesische Forscher entwickeln "festes Wasser"

97 Prozent Flüssigkeit und drei Prozent Polymer für Bewässerung der Wüstenflora

Chinesische Forscher der Shenyang Senlu Solid Water Company haben eine Art „festes Wasser“ entwickelt, mit dessen Hilfe Bäume in Wüsten gepflanzt werden können. 97 Prozent sind dabei tatsächlich Wasser, der Rest von drei Prozent ist ein hochmolekulares Polymer. Dieses wird von Pflanzen und Tieren extrahiert, erklärte ein Forscher des Unternehmens, Wu Yunxiang, in einem Bericht der chinesischen Zeitschrift People´s Daily.

Das „feste Wasser“ wird in abbaubares Papier verpackt, ist laut Entwicklern umweltfreundlich und wird zusammen mit der Pflanzenwurzel tief im Erdreich vergraben. Mit der Unterstützung von Bodenmikroben wird das „feste Wasser“ graduell aufgelöst und bewässert so die Pflanzenwurzel. Die zu verwendende Menge des Produkts hängt dabei von der Größe und der Lebensdauer diverser Pflanzen ab, so Wu. Einem großflächigen Einsatz der Wasser sparenden Technologie in Wüsten, Aufforstungsgebieten aber auch Städten stehe nichts entgegen. Der Einsatz soll laut dem Experten nur geringfügig teurer sein als herkömmliche Bewässerungsmethoden in Trockengebieten. Eine Kostensenkung sei durch eine großflächige Anwendung möglich. Die Erfindung wurde bereits behördlich zugelassen und patentiert. Das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie hat das Projekt mit 85.000 Euro gefördert.

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Sandra Standhartinger pte.online

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