reeSatAI – Künstliche Intelligenz mit Erdbeobachtungs- und Multi-Source Geodaten

A drone ready to take off for field tests
TU Berlin / FG Geoinformation in der Umweltplanung

Das Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts TreeSatAI ist die Entwicklung von Methoden mit Künstlicher Intelligenz für das Monitoring von Wäldern und Baumbeständen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene. Mithilfe frei zugänglicher Geodaten aus verschiedenen Quellen (Fernerkundungsdaten, administrativen Informationen, Social Media, Mobile Apps, Monitoring-Bibliotheken, offene Bilddatenbanken) werden Prototypen für die Deep Learning basierte Extraktion und Klassifikation von Baum- und Bestandsmerkmalen für vier verschiedene Anwendungsfälle aus den Bereichen Forst-, Naturschutz- und Infrastrukturmonitoring entwickelt.

Fernerkundungsdaten diverser Satellitenmissionen der ESA und NASA, Luftbilddaten sowie Geodaten über den Zustand der Umwelt stehen zunehmend kostenfrei und in großem Umfang zur Verfügung. Gleichzeitig ermöglichen Texte, Fotos und Videos aus Social Media Plattformen wie Flickr, Twitter oder Open Street Map den Zugang zu weiteren Informationen über unsere Umwelt. Eine händische Auswertung der sich ergebenden riesigen Datenmengen wäre jedoch zu zeit- und arbeitsintensiv.

Das Deep Learning Kompetenzzentrum des DFKI und der Forschungsbereich Smarte Daten und Wissensdienste entwickeln bereits seit längerer Zeit KI-Verfahren zur Analyse von Luft- und Satellitenaufnahmen, die sowohl eine lokale Auswertung als auch deren globale Analyse ermöglichen sollen. In TreeSatAI wollen die Wissenschaftler neben CNNs (Convolutional Neural Networks) auch spezialisierte LSTM-Modelle (Long Short-Term Memory) aus dem Bereich Deep Learning einsetzen, um die zeitliche Entwicklung von Waldgebieten automatisiert auf einer großen Fläche zu ermöglichen und so Umwelt- und Waldexperten zu unterstützen.

Eine der großen Herausforderungen hierbei ist die Beschaffung ausreichender, qualitativ hochwertiger Trainingsdaten zum Trainieren der Algorithmen sowie die Evaluation der sich ergebenden Modelle durch Experten aus dem Forst und Umweltbereich. Im Projekt werden daher die verschiedenen Kompetenzen der Projektpartner genutzt und miteinander kombiniert, um die zahlreichen Herausforderungen des ambitionierten Projektes meistern zu können.

Pressekontakt:
Christian Heyer
Leiter Unternehmenskommunikation DFKI Kaiserslautern
E-Mail: Christian.Heyer@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 1710

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Jörn Hees
Forschungsbereich Smarte Daten und Wissensdienste
Kompetenzzentrum Deep Learning
E-Mail: Joern.Hees@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 1180

Partner:
• TU Berlin: Geoinformation in der Umweltplanung (Konsortialführung)
• TU Berlin: Remote Sensing Image Analysis Group
• LiveEO GmbH
• LUP GmbH
• Vision Impulse GmbH

Laufzeit:
01.06.2020 – 31.05.2022

Förderkennzeichen: BMBF 01IS20014D

http://www.dfki.de

Media Contact

Udo Urban DFKI Kaiserslautern
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie

Neuerungen und Entwicklungen auf den Gebieten der Informations- und Datenverarbeitung sowie der dafür benötigten Hardware finden Sie hier zusammengefasst.

Unter anderem erhalten Sie Informationen aus den Teilbereichen: IT-Dienstleistungen, IT-Architektur, IT-Management und Telekommunikation.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Durch maschinelles Lernen Stoffklassen erkennen

Bioinformatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben gemeinsam mit Kollegen aus Finnland und den USA eine weltweit einmalige Methode entwickelt, bei der alle Metaboliten in einer Probe berücksichtigt werden können und sich…

Fingerkuppen-Sensor mit Feingefühl

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tokyo haben einen ultradünnen Mess-Sensor entwickelt, der wie eine zweite Haut auf der Fingerkuppe getragen werden kann. Dadurch bleibt…

Harzer Stausee drohen italienische Wassertemperaturen

Die Rappbodetalsperre im Harz ist die größte Trinkwassertalsperre in Deutschland und beliefert rund 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser. Der Klimawandel könnte nun dafür sorgen, dass die Wassertemperaturen in dem Stausee…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close