Kampf den Würmern!

Welchen Schaden Computerviren anrichten könnten, zeigt die Debatte über den Computerwurm Stuxnet. Mit dem neuen Virus hat die Cyberkriminalität eine neue Dimension erreicht: Erstmals haben Hacker Kraftwerke und Produktionsanlagen gezielt angegriffen.

Auch in anderen Bereichen bleiben Computerwürmer gefährlich – zum Beispiel bei Angriffen auf die Autoelektronik oder beim Kapern von Smartphones. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb Forschungsarbeiten, die die IT-Sicherheit verbessern sollen.

„Wir legen mit Forschung und Entwicklung eine langfristige Grundlage für sichere IT-Systeme“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. „Wir investieren deshalb in die Forschung zur IT-Sicherheit bis zum Jahr 2014 rund 100 Millionen Euro.“

Mit der zunehmenden Nutzung und Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnik ist die IT-Sicherheitslage schwieriger geworden. Während anfänglich hauptsächlich Viren ihr Unwesen trieben und wahllos Schaden in Computersystemen anrichteten, sind eine ganze Reihe von neuen Angriffsmethoden und Werkzeugen hinzugekommen.

Dazu gehören unter anderem Würmer und Trojaner, mit denen Angreifer die Kontrolle über IT-Systeme übernehmen und geheime Informationen ausspähen können. Aber nicht nur die Werkzeuge wurden ständig raffinierter, sondern auch ihr Einsatz erfolgt immer professioneller. Längst sind Attacken auf die Sicherheit von IT-Systemen zu einem lukrativen Geschäft für Kriminelle geworden, die entsprechend organisiert vorgehen. Hinzu kommt, dass die Vernetzung von IT-Systemen immer weiter voranschreitet.

Besondere Risiken gibt es auch bei so genannten mobilen eingebetteten IT-Systemen, wie sie zum Beispiel in Fahrzeugen eingesetzt werden. Daher fördert das BMBF unter anderem Projekte, bei denen Automobilunternehmen und ihre Zulieferer mit Sicherheitsexperten aus dem IT-Bereich zusammenarbeiten, um eine sichere Kommunikation im Auto zu erforschen. Insgesamt werden heute Forschungsvorhaben mit IT-Sicherheitsbezug mit rund 33 Millionen Euro vom BMBF in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium gefördert.

Darüber hinaus werden auch gänzlich neue Ansätze unterstützt. So könnte die Quantenkommunikation, die von Natur aus sicher ist, den entscheidenden Durchbruch bei der sicheren Übertragung von Daten bringen. Das BMBF wird entsprechende Forschungsarbeiten mit weiteren 12 Millionen Euro fördern.

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