Glasfaserkabel nicht mehr schnell genug

Glasfaserkabel eignen sich ideal, um große Mengen an Daten zu übertragen, und unterschiedliche Verbesserungen haben die Kapazitäten der Leitungen in den vergangenen Jahren immer wieder vervielfacht.

Dennoch könnte die Übertragungstechnik bald nicht mehr ausreichen, um den anfallenden Datenverkehr zu bewältigen, berichtet die BBC.

„Die Ansicht, dass die aktuelle Glasfasertechnologie unbegrenzte Kapazitäten bietet, ist falsch – wir sind gerade dabei, an die endgültigen Grenzen der Technologie zu stoßen“, so David Richardson von der Universität von Southampton.

Im Laufe der Zeit wurde die Übertragungsgeschwindigkeit von Glasfaserkabeln immer wieder deutlich verbessert. So wurden erst die Kabel selbst optimiert, die nun weltweit unterirdisch und durch die Ozeane verlaufen. Seitdem wurde vor allem an der Übertragungstechnik der optischen Signale gearbeitet.

Nun sei es an der Zeit, die Technologie wieder grundlegend zu überarbeiten, so Richardson. „Wir müssen unser Augenmerk auf den nächsten großen Durchbruch legen, damit wir die Kapazitäten weiter erhöhen können, wie wir es bis jetzt getan haben.“

Es gäbe zwar noch Verbesserungspotential, so könne man die Kodierung weiter verbessern, radikalere Fortschritt aber vermutlich nur bei den Kabeln selbst zu erzielen, so der Forscher.

„Wenn man die Bandbreite um den Faktor zwei erhöhen kann, indem man eine völlig neue Verstärkertechnologie entwickelt, dann entspricht das dem Wachstum des Datenaufkommens von zwei oder drei Jahren. Entscheidende Veränderungen, um das Hundert oder Tausendfache zu erzielen, wird sehr viel aufwändiger“, so Richardson.

Ansprechpartner für Medien

Georg Eckelsberger pressetext.redaktion

Weitere Informationen:

http://www.soton.ac.uk

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