Digitales Türschild mit Internetanschluss

Wissenschaftler der Fakultät für Informatik an der Universität der Bundeswehr München haben vor kurzem ein digitales Türschild entwickelt, das nicht nur mit seinem Display äußerlich ansprechender ist, sondern über eine Internetverbindung auch weltweit mit aktuellen Nachrichten versorgt werden kann. So kann der Inhaber des Schildes geographisch unabhängig schnell und unkompliziert Nachrichten auf seinem Türschild übermitteln.

„Die Idee ist aus der Frage entstanden, wie ein Türschild ansprechender werden kann als die üblichen gelben Zettel oder selbstgebastelten Drehscheiben aus Pappe an der Tür“, erklärt Prof. Gabi Dreo Rodosek vom Institut für Technische Informatik an der Universität der Bundeswehr München. Die nötige Ausstattung sei ganz einfach. Als Hardware benötige der Nutzer lediglich einen Panel PC, ein TCP-IP basiertes Netz und einen Webserver, die Anwendung selbst ist in Java geschrieben. Und schon könne es los gehen. Wenn der Nutzer beispielsweise länger im Ausland bleibt oder krank wird, kann er diese Information schnell und unkompliziert über das Internet an sein Türschild übermitteln.

„Auch wenn sich Vorlesungsräume kurzfristig ändern, haben die Studierenden schnell die Chance, dies auf dem Türschild des Vorlesungssaals nachzulesen“, fügt Prof. Dreo hinzu. Wenn kein stationärer PC zur Datenübermittlung zur Verfügung stehe, könne dies auch über jedes mobile Gerät mit Internetzugang erfolgen. Ferner kann das digitale Türschild auch mit biometrischen Scannern kombiniert werden. Bei erfolgreicher Authentifizierung z.B. über einen Fingerscan können auch personenbezogene Nachrichten abgefragt werden.

Sicherheit geht vor
„Die Sicherheit der Anwendung und der Daten, insbesondere gegen unberechtigte Manipulationsversuche, ist das Wichtigste und wird durch verschiedene Sicherheitsmechanismen gewährleistet“, erklärt der Wissenschaftliche Mitarbeiter und Entwickler des digitalen Türschildes Jürgen Sauerland. Drei digitale Türschilder sind in der Fakultät für Informatik bereits erfolgreich im Einsatz, weitere Schilder sind in der Planung.
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