Berührungslos: Die Mensch-Maschine-Interaktion von Morgen

Das Fraunhofer IGD, die weltweit führende Einrichtung für angewandtes Visual Computing, entwickelt neue Technologien, die die Steuerung von Medienanwendungen mit einfachen Handzeichen ermöglichen.

Aktuelle Entwicklungen im Computerspiele-Sektor zeigen den Weg.

Die Zukunft der Spiele-Interaktion geht weg von der traditionellen Steuerung mit Maus, Tastatur oder Gamecontroller hin zur Steuerung durch Gesten und Sprache. Steuerungskonzepte wie Kinect von Microsoft oder der Move-Controller von Sony lassen den Spieler in die Spielwelt eintauchen und vermitteln ihm somit ein weitaus direkteres Erlebnis.

Was in die Spielewelt schon Einzug gehalten hat, soll sich nach Ansicht der Fraunhofer-Forscher auch auf andere Anwendungen wie digitale Werbe- und Präsentationssysteme oder im Privatbereich auf TV-Systeme übertragen lassen.

„In Zukunft wird sich die Mensch-Maschine-Interaktion deutlich verändern“, erklärt Volker Hahn vom Fraunhofer IGD.

„Multi-Touch-Systeme, wie wir sie vom iPhone kennen, waren der erste Schritt auf diesem Weg. Kommende Systeme werden in der Lage sein, die Handlungen und Absichten der Nutzer noch besser zu verstehen und uns dadurch die Möglichkeit geben, auf natürliche Art und Weise über Gesten und Sprache mit ihnen zu interagieren.“ Die Entwickler arbeiten seit einiger Zeit an Verfahren für 2D- und 3D-Kameras, die in der Lage sind sowohl Gesten als auch visuelle Eigenschaften des Nutzers wie Größe oder Geschlecht zu erkennen und diese für die Interaktion nutzbar zu machen.

Basierend auf dieser Technologie zeigt das Fraunhofer IGD vom 09.-12.11. auf der Electronica, der Internationalen Leitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen in München, eine Anwendung zur berührungslosen Steuerung von Power-Point-Präsentationen. Mit ihr lassen sich Präsentationen über einfach zu lernende Gesten, ganz ohne Maus oder Tastatur steuern. Die Software wird am Stand von Panasonic Electric Works Deutschland zur Steuerung von Produktpräsentationen verwendet. Sie nutzt die Tiefen-Informationen einer von Panasonic Electric Works entwickelten 3D-Kamera.

Media Contact

Konrad Baier Fraunhofer-Institut

Weitere Informationen:

http://www.igd.fraunhofer.de

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