Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Informatik und der Stanford University (USA) präsentiert erste Erfolge

Erste Erfolge nach zwei Jahren transatlantischer Allianz aus MPII und Stanford in dem Bereich „Visual Computing and Communication“


Das Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken, und die Stanford University, USA, kooperieren seit zwei Jahren in einem virtuellen „Max Planck Center for Visual Computing and Communication“. Das gemeinsame Forschungsprogramm wird finanziell von beiden Seiten getragen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte der Max-Planck-Gesellschaft für eine erste Phase mehrere Forschungsprojekte im Umfang von 6,9 Mio. Euro für vier Jahre.

In einem Pressegespräch mit MinDirig Dr. Wolf-Dieter Lukas (BMBF), Prof. Hans- Peter Seidel (MPII) und Prof. Dr. Bernd Girod (Stanford University) sollen die ersten Erfolge dieser Einrichtung vorgestellt werden:

Dienstag, den 15.November 2005. 13.00 c.t
im Max-Planck-Institut für Informatik
Stuhlsatzenhausweg 85, 66123 Saarbrücken

Visual Computing and Communication ist ein Bereich, in dem moderne Personalcomputer und ihre Betriebssysteme heute mehr und mehr in die Richtung entwickelt werden, ihre Leistungsfähigkeit insbesondere als Grafik- und Multimediasysteme zu steigern. Experten erwarten in der Zukunft völlig neue Mediendarstellungen und eine immer stärkere Verschmelzung von natürlichen und synthetischen Filmproduktionen.

Forschungsprogramm:

Das Max Planck Center konzentriert sich auf Zukunftsthemen im Bereich Visual Computing and Communication, wie etwa die Akquisition hochqualitativer 3D Objekte (Geometrie, Oberflächenbeschaffenheit, Reflexionsverhalten) und deren realistische – möglichst interaktive – Darstellung, die Kompression und Kodierung sehr großer Dreiecksnetze (Parametrisierung von Netzen, Netzreduktion, Kompression und Kodierung progressiver Netze, Internet- Streaming), Wahrnehmungsgesteuerte Globale Beleuchtungsberechnungen (Einbeziehung einer wahrnehmungsabhängigen Animation-Quality-Metrik, Ausnützung temporaler Kohärenz mittels Image-Warping, Verwendung geeigneter Filter), Internet -Streaming 3-dimensionaler virtueller Welten (Speicherung und Übertragung von Lichtfeldern, Kompression und Kodierung von Lichtfeldern, Internet-Streaming), Verteilte Streaming-Media-Systeme (Media Streaming über drahtlose Verbindungen, Verringerund der Latenz- Zeiten, Schutz vor Paketverlusten)

Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland im Bereich der Informatik:
Zugleich soll damit dem akuten Mangel an qualifizierten Informatikern für die Hochschulen im Fach Informatik in Deutschland entgegengewirkt werden, um durch finanzielle und personelle Förderung hoch begabter Eliten aus aller Welt die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Forschungsstandorts Deutschland im Bereich der Informatik zu stärken. Mit den Forschungsbedingungen im Max Planck Center soll auch in Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs in der Welt um die „besten Köpfe“ die Attraktivität Deutschlands auch für ausländische Spitzenwissenschaftlerinnen und – wissenschaftler erhöht werden.

Die Forschungsprojekte schließen jeweils einen maximal zweijährigen Forschungsaufenthalt an der Stanford University als „Assistant Professor“ bzw. eine eigenverantwortliche mehrjährige Forschungstätigkeit am Max Planck Institut für Informatik ein. Die Tätigkeit am Max-Planck-Institut ist verbunden mit der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe. Dieses Modell soll dem oft beobachteten Brain Drain in die USA attraktive Rückkehrperspektiven nach Deutschland entgegensetzen und so hochqualifizierten Nachwuchs auf dem Gebiet des Visual Computing für Deutschland sichern.

Sie haben noch weitere Fragen? Dann hilft Ihnen:
Christel Weins (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit)
Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken
Tel. 0681/9325-404,
E-mail: weins@mpi-sb.mpg.de

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Saar - Uni - Presseteam idw

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