Hochleistungslaser im Streichholzschachtelformat


In einem gemeinsamen Verbundprojekt widmen sich acht Partner aus Industrie und Wissenschaft grundlegenden Untersuchungen zu hybrid-integrierten Hochleistungsdiodenlasern für den sichtbaren und ultravioletten Spektralbereich. Das Verbundprojekt wird vom BMBF im Rahmen des Förderkonzeptes „Mikrosystemtechnik 2000+“ gefördert.

In zahlreichen Feldern der Kommunikationstechnik wie beispielsweise der optischen Datenspeicherung, den optischen Displaytechnologien, der Drucktechnik oder der Analytik werden hochwertige Laserstrahlquellen im sichtbaren und ultravioletten Spektralbereich eingesetzt.

Die Entwicklung solcher Lasersysteme wird seit gut 20 Jahren vorangetrieben. Rote Laser sind kommerziell erhältlich, für bestimmte andere Wellenlängen stehen sie nur im Labormaßstab zur Verfügung. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten wissenschaftlichen Vorprojekts MILASI wurde ein Konzept zur Realisierung der Farben rot, grün und blau entwickelt, auf dessen Basis eine miniaturisierte kompakte Laserstrahlquelle entstehen soll.

Ziel des jetzt gestarteten Projektes MISTRAHL ist die Weiterentwicklung und Optimierung der Verfahren zur Herstellung der Halbleiterlaser sowie zur Herstellung optisch-nichtlinearer Kristalle. Letztere werden für die Realisierung der Wellenlängen und der optischen Leistungen des Lasersystems benötigt. Außerdem werden mit Hilfe von mikrosystemtechnischen Technologien Mikro-Montagetechniken für den Systemaufbau entwickelt.

Einsatzfelder für die miniaturisierten Laser sind digitale optische Projektionssysteme, aber auch digitale Printsysteme.

Projektpartner:
– Osram Opto Semiconductors GmbH, Regensburg
– Universität Kaiserslautern
– Opto Speed GmbH, Darmstadt
– Universität Ulm
– DLR, Institut für technische Physik
– F.E.E. GmbH, Idar-Oberstein
– LINOS Photonics, GmbH, Göttingen
– LIMO GmbH, Dortmund

Projektkosten: 7,9 Mio. DM Gesamtkosten
Laufzeit: 01.08.00 bis 31.08.03
Ansprechpartner: VDI/VDE-IT, Dr. Gabi Fernholz, Telefon: 03328/435-252, E-Mail: fernholz@vdivde-it.de

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Wiebke Claußen idw

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