Gemeinsam für mehr IT-Sicherheit im Mittelstand

VDI-KfIT unterstützt die neue Initiative der Bundesregierung

Immenser Aufwand und hohe Kosten entstehen immer wieder beim Schutz der IT-Infrastrukturen vor Gefahren durch Viren, Würmer und Trojaner aus dem Internet. Angemessene Investitionen in IT-Sicherheit sind für alle Unternehmen dringend notwendig, denn im Extremfall können längerfristigere Ausfälle der Computer, ernste Störungen des E-Mail-Verkehrs oder Verluste geschäftskritischer Daten den Bestand eines Unternehmens gefährden. Laut einer Studie von Network Associates mussten allein im März 2004 ein Viertel der Unternehmen vorübergehend ihre Geschäfte einstellen, um Virenschäden in ihrer IT-Infrastuktur zu beseitigen. Trotz dieser allgegenwärtigen Gefahr gehen sehr viele kleine und mittelständische Unternehmen noch sehr sorglos mit diesem Themenkomplex um. In jedem vierten mittelständischen Unternehmen kümmert sich niemand systematisch um das Thema IT-Sicherheit.

Prof. Hartwig Steusloff, Vorsitzender des Beirats des VDI-Kompetenzfeldes Informationstechnik (VDI-KfIT), weist darauf hin, dass in vielen Fällen bereits einfache und kostengünstige Maßnahmen die IT-Sicherheit deutlich erhöhen können. Wichtig sei allerdings, dass die Unternehmensleitung diese Herausforderung akzeptiere und die Einführung entsprechender Verfahren und Prozesse unterstütze. Bereits in den Jahren 2002 und 2003 hat das VDI-KfIT Fachtagungen zum Thema „IT-Sicherheit im Mittelstand“ durchgeführt und verschiedene Maßnahmen zur Bekämpfung solcher IT-Sicherheitsdefizite diskutiert. Laut Steusloff ist die weitere Sensibilisierung insbesondere der Geschäftsführer kleiner und mittelständischer Unternehmen dringend erforderlich. Eine kontinuierliche und sachliche Debatte und die Bereitstellung verständlicher Informationen, mit sowohl branchenübergreifenden als auch branchenspezifischen Empfehlungen, leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Das VDI-KfIT unterstützt daher die Initiative „Mittelstand sicher im Internet“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und vom Bundesministerium des Innern ins Leben gerufen wurde. Im übersichtlich gestalteten Internetportal www.mittelstand-sicher-im-internet.de findet jeder Unternehmer die Informationen, die für seine Branche und seine Anwendungen wichtig sind. Kurze Broschüren und Checklisten ermöglichen eine erste Risikoeinschätzung und zeigen nachvollziehbar Lösungswege auf, die auch das Budget und die Personalkapazität mittelständischer Unternehmen, einschließlich des Handwerks, nicht überfordern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist der fachliche Begleiter der Initiative. Das Handbuch „IT-Grundschutz“, das vom BSI zum kostenlosen Download angeboten wird, informiert in einer kompetenten und umfangreichen Weise über alle Aspekte der IT-Sicherheit. Kompakte Leitfäden, die auf diesem Handbuch basieren, ermöglichen eine schnelle Einarbeitung, vor allem auch für Nicht-Spezialisten.
Im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sind mehr als 125.000 Mitglieder organisiert – viele davon gehören unmittelbar zur Zielgruppe der Initiative „Mittelstand sicher im Internet“. Das VDI-KfIT wird sich dafür einsetzen, dass die Initiative der Bundesregierung unter den VDI-Mitgliedern Gehör findet und wird zusammen mit den Kooperationspartnern der Initiative zusätzliche Angebote zum Thema „IT-Sicherheit“ für seine Mitglieder vorbereiten.

Weitere Informationen sind im Internet unter: www.vdi.de/kfit oder in der Geschäftsstelle des VDI-KfIT, Herr Gregor Gonsior, Tel.: +49 (0) 211 6214-485, Fax: -161, E-Mail: kfit@vdi.de verfügbar.

Ansprechpartner für Medien

Annemarie Ringelmann VDI

Weitere Informationen:

http://www.vdi.de

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