Ferndiagnose für medizinische Großgeräte

Patienten erwarten einen reibungslosen Ablauf einer Untersuchung – Ärzte und Klinikpersonal vertrauen auf die Verfügbarkeit ihrer medizinischen Geräte. Um diesen Ansprüchen zu genügen, dürfen Schwachstellen im System gar nicht erst zu Fehlern werden. Damit Ausfallzeiten so kurz wie möglich gehalten oder ganz vermieden werden, betreibt Siemens Medical Solutions jetzt das so genannte „System Management Center“ (SMC) in Erlangen.

Krankenhäuser oder Praxen in aller Welt können nach Abschluss eines speziellen Servicevertrages komplexe medizintechnische Anlagen wie Computertomographen, Magnetresonanztomographen, Röntgengeräte oder sogar komplette klinische Netzwerklösungen überwachen lassen. Die Geräte werden mit dem SMC vernetzt und liefern kontinuierlich Statusberichte, die die Service-Techniker auswerten. Fehlermeldungen oder Abweichungen von den Standardparametern untersuchen sie sofort näher. Bei Bedarf verständigt das Überwachungspersonal ein Servicecenter in der Nähe des Kunden, um die Störung zu beheben.

Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der Hand: Während der bisher gebräuchlichen Diagnose vor Ort stand dem Kunden das Gerät nicht zur Verfügung. Das neue Verfahren überwacht die medizinischen Geräte im klinischen Betrieb. Das wirkt sich nicht nur auf die Einsatzbereitschaft, sondern auch auf die Wirtschaftlichkeit der Systeme aus. Die Betreiber können sie besser auslasten, wodurch sie sich schneller amortisieren. Darüber hinaus erkennen die Siemens-Spezialisten Störungen durch die lückenlose Online-Überwachung oft schon, bevor beim Kunden ein Systemfehler auftritt, und beheben den Fehler rechtzeitig.

Bei der Überwachung ist der Datenschutz garantiert, da keine Patientendaten übertragen werden. Modernste Technik wie verschlüsselte Übertragung und streng geregelter Zugriff auf das System und die Daten stellt sicher, dass nur berechtigte Siemens-Techniker die medizinischen Systeme überwachen können. Obwohl das SMC seinen Betrieb erst vor zwei Monaten aufgenommen hat, betreuen die Experten bereits etwa 300 Systeme auf der ganzen Welt.

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