Mit SmartRunner mobil Fitnessdaten erfassen

Eine exakte Erfassung dieser Daten war bislang lediglich beim Laufen auf einem Heimtrainer zu Hause oder im Fitnessstudio möglich. Das hat sich jetzt grundlegend geändert: Am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig entwickelten Rolf Kluge und Roman Belter die Software „SmartRunner“, die die Datenerfassung mit mobilen Endgeräten erlaubt.

Ihre erste große Bewährungsprobe hat die neue Anwendung am 21. Juni, wenn sie beim 1. Mitteldeutschen Firmenlauf am Flughafen Leipzig/Halle erstmals bei einer großen Laufveranstaltung mit an den Start geht.

Vor dem Einsatz des „SmartRunners“ muss der Sportler zunächst die Software kostenlos von der Seite www.smartrunner.de aus dem Internet laden. Diese wird dann auf ein mobiles Endgerät wie einen Pocket-PC oder ein Smartphone übertragen und der Sportler startet zu Beginn seines Trainings das Programm.

Über das Globale Positionierungssystem (GPS) ist es möglich, den Freizeitsportler während seines Trainings zu orten. Bereits während des Trainings sind Informationen, wie Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, zurückgelegte Strecke und benötigte Zeit abrufbar. Nach dem Laufen kann man dann zu Hause am Computer die Daten analysieren und auswerten oder sich auf einer speziellen Community-Internetseite mit anderen Sportlern austauschen.

Dazu kann der Nutzer sich auf der Homepage des „SmartRunner“ ein individuelles Profil erstellen. Besonders interessant ist dabei die Integration von GoogleMaps: Der Nutzer kann eine Karte über die gelaufene Strecke einsehen und Strecken über die Plattform mit Freunden austauschen. Dabei richtet sich „SmartRunner“ nicht nur an Jogger, sondern auch Skater oder Radfahrer. Die Sportarten Skifahren, Nordic Walking und Wandern wurden ebenfalls mit aufgenommen.

Das Projekt SmartRunner ist nur ein möglicher Anwendungsbereich von so genannten Moving Ambient Services, mit denen sich Kluge und Belter sowie Sven Pausch vom Institut für Wirtschaftsinformatik beschäftigen. Unter Moving Ambient Services versteht man Dienste, die dem Benutzer spezifische Funktionalitäten bereitstellen, die in Beziehung zu seiner real existierenden, örtlichen und sich in Bewegung ständig ändernden Umgebung stehen.

Einfache Ambient Services liefern lediglich Informationen über „stationäre“ Angebote wie Sehenswürdigkeiten, nahe gelegene Einrichtungen oder Werbehinweise. Die Moving Ambient Services kombinieren dagegen die Bewegungen des Nutzers mit den stationären Informationen und können die jeweils erreichbaren Dienste mit aufnehmen. Um dies zu ermöglichen, müssen die Daten über die jeweilige Position des Nutzers ermittelt und ausgewertet werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ing. Bogdan Franczyk
Telefon: 0341 97-33720
E-Mail: [email protected]
Sven Pausch
Telefon: 0341 97-33747
E-Mail: [email protected]
Rolf Kluge
Telefon: 034197-33715
E-Mail: [email protected]

Ansprechpartner für Medien

Sandra Hasse idw

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